Logo des Welttourismustages / Copyright: Dia Mundial do Turismo

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Am Welttourismustag, der gestern (27.09.) stattfand, trafen sich Repräsentanten des Sektors mit der Kabinettschefin Gleisi Hoffmann und übergaben ihr ein Dokument, in dem sie nach Maßnahmen der Regierung für eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit der Branche zugunsten von Kreditkartensystemen verlangten.

Die Erwartung sei, dass wenn mehr konkurrierende Unternehmen vorhanden sind, die Verwaltungsgebühren für Kreditkarten geringer werden. Dies würde anschließend niedrigere Kosten für den Verbraucher mit sich bringen.

„Die Kreditkartengebühren belaufen sich in Brasilien auf zwischen 3,5 bis 3,7 Prozent, während sie auf dem europäischen und amerikanischen Markt nur um die ein Prozent betragen. Die Regierung würde die Gebühren nicht regulieren, sondern ein Umfeld mit stärkerer Wettbewerbsfähigkeit schaffen“, so teilte Paulo Solmucci mit, Präsident des Brasilianischen Verbandes für Bars und Restaurants ABRASEL (Associação Brasileira de Bares e Restaurantes).

Eine Maßnahme wäre, dass das gleiche Abrechnungsgerät in allen Einrichtungen verwendet würde. Damit könnten mehr Unternehmen in den Sektor einsteigen und die Wettbewerbsfähigkeit würde sich erhöhen, die Gebühren gleichzeitig sinken.

Eine weitere Problematik, die die Unternehmer an das brasilianische Kabinett weitergeleitet haben, sind die Konzessionspakete für Häfen und Flughäfen. Einer der Vorschläge ist, für Kreuzfahrttouristen eigene Aussteigeräumlichkeiten zu schaffen, da das Aussteigen zurzeit in Laderäumen vonstattengeht.

Des Weiteren verlange der Sektor nach der Festlegung neuer Standorte für Flughäfen in Kleinstädten. An Autobahnen wolle man für Touristen Informationspunkte schaffen, an denen diese durch private Initiativen informiert werden.

Laut des Tourismusminister Gastão Vieira nahm die Ministerin Gleisi Hoffmann die Vorschläge gern an und glaube, dass diese realisierbar seien. Nun müssten allerdings die Bedingungen genauer untersucht werden.

Das Konzessionsmodell für Häfen und Flughäfen würde sich derzeit in der Entwicklung befinden und voraussichtlich im Oktober von der Regierung bekanntgegeben werden.  Das Paket für die Autobahnen und Eisenbahnstrecken wurde bereits am 15. August veröffentlicht; die Regierung sehe vor, 133 Milliarden Reais (ca. 50,7 Milliarden Euro) in den nächsten 25 Jahren zu investieren. (ds)