Eleonora Menicucci, leitende Ministerin für Frauenrecht, über die Chancen für Frauen in der Wissenschaft und Technik / Copyright: Agência Brasil
Eleonora Menicucci, leitende Ministerin für Frauenrecht, über die Chancen für Frauen in der Wissenschaft und Technik / Copyright: Agência Brasil

Eleonora Menicucci, leitende Ministerin für Frauenrecht, über die Chancen für Frauen in der Wissenschaft und Technik / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Ministerin Eleonora Menicucci, Sekretärin für Frauenrecht, kommentierte gestern (09.04.) bei der Diskussionsrunde „Frauen und die Eingliederung in Lateinamerika“, dass in Brasilien Frauen immer noch vermehrt Berufe im Bereich des Bildungswesens und der Geisteswissenschaften wählen, während Männer eher in Richtung Wissenschaft und Ingenieurwesen gehen würden. Die Diskussionsrunde ist Teil des „Forums für Führungskräfte – Lateinamerika und Karibik“, das bis heute stattfindet und in dem Erfahrungen über die Möglichkeiten der Informationstechnologie für jede Region ausgetauscht werden.

Laut Menicucci sei das Forum eine Gelegenheit, mit den alten Tendenzen aufzuräumen und Veränderungen zu bewirken. „[Das Forum] ist wichtig, da es ein Thema hervorbringt, mit dem sich Frauen noch nicht so intensiv beschäftigen, obwohl sie die Voraussetzungen dafür hätten. Außerdem ermöglichen sich Partnerschaften mit dem privaten Sektor.“

Als Beispiel zitierte die Ministerin das Programm „Mädchen und Jugendliche engagieren sich für  Wissenschaft, Technik und Innovationen“ (Meninas e Jovens Fazendo Ciência, Tecnologia e Inovação), das am 13. März herausgegeben wurde. Hierbei arbeiten das Sekretariat für Frauenrecht, das Bildungsministerium, das Ministerium für Wissenschaft und Technik, das Energieunternehmen Petrobras sowie der Nationale Rat für wissenschaftliche und technische Entwicklung zusammen. Ziel sei es, bis 2014 zwölf Millionen Reais (ca. 4,6 Millionen Euro) in öffentliche Kampagnen und Messen mit wissenschaftlichen Projekten zu investieren.

Auch Alicia Bárcena Ibarra, Sekretärin der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und der Karibik (CEPAL), wies darauf hin, dass Frauen dieser Länder immer noch mit verschiedenen Barrieren zu kämpfen hätten, um eine Gleichberechtigung zu erreichen.  So gäbe es beispielweise Probleme zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit, mit der ungleichen Verteilung in der Arbeitswelt sowie beim Zugang zu Wirtschaftsgütern wie Krediten, Immobilien und Technik. (ds)