Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff während des Ministertreffens 2012 / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff während des Ministertreffens 2012 / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (23.01.) bei der Eröffnungsveranstaltung des Ministertreffens 2012 mit, dass jeder Minister bis Juni Zeit hätte, ein Modell zum elektronischen Monitoring in Echtzeit vorzulegen, in dem alle Ausgaben und Transaktionen jedes Amtes offengelegt werden und das die Regierung Brasiliens direkt einsehen könne. Damit soll die Transparenz von Vorgängen gesteigert und Missbrauch bei Abkommen verhindert werden.

Diese Maßnahmen würden Teil eines revolutionären und progressiven Projektes sein. Des Weiteren seien sie unabdinglich für eine echte Reform des Staates, so Rousseff. Hierbei hob die Präsidentin die professionelle Kontrolle von Vorgängen und Leitung des Staates hervor und schloss sich der Meinung ihres Sprechers Thomas Traumann an.

Traumann äußerte sich, dass es mit den steigenden Einnahmen der Bevölkerung ebenso wichtig sei, dass die Regierung bessere Serviceleistungen anbiete.

Das Ministertreffen begann gestern um 17:17 Uhr mit der Eröffnungsrede Rousseffs im Palast der Hochebene (Palácio do Planalto). Danach schlossen sich die Reden des Präsidenten der brasilianischen Zentralbank, Alexandre Tombini, sowie des Finanzministers Guido Mantega an. Von den 38 Ministern Brasiliens nahmen nur zwei nicht teil: Garibaldi Alves, des Bereiches Sozialhilfe, da dieser sich noch im Urlaub befindet, und Mendes Ribeiro Filho, des Bereiches Landwirtschaft, da er sich auf Geschäftsreise in Europa ist.

Bei dem Treffen sollen die Prioritäten des laufenden Jahres besprochen werden, wie kollektive Maßnahmen zum Ankurbeln der brasilianischen Wirtschaft, Sozialprogramme und internationale Veranstaltungen, die mit Brasilien in Verbindung gebracht werden, so die Konferenz Rio+20, die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016. (ds)