Demnächst könnten 50 Prozent der Studenten Absolventen von öffentlichen Schulen sein / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Amidasu
Demnächst könnten 50 Prozent der Studenten Absolventen von öffentlichen Schulen sein / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Amidasu

Demnächst könnten 50 Prozent der Studenten Absolventen von öffentlichen Schulen sein / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Amidasu

In den letzten Wochen wurde in der brasilianischen Regierung der Vorschlag gemacht, dass 50 Prozent der Universitätsplätze an Jugendliche gehen sollen, die ihren Schulabschluss an einer öffentlichen Schule gemacht haben. Bislang war es für diese Jugendlichen enorm schwierig, an einer Universität aufgenommen zu werden, da der zugelassene Prozentsatz sehr gering war und lediglich teure private Schulen adäquat auf die Aufnahmeprüfungen der Universitäten vorbereiteten.

Mit einer Erhöhung des Prozentsatzes auf 50 Prozent soll nun vor allem dem benachteiligten Teil der Bevölkerung die Chance auf ein Studium gegeben werden. Vor allem der indigene und der dunkelhäutige Anteil der brasilianischen Bevölkerung, der sich immer noch selten eine private Schulausbildung leisten kann, soll so die Möglichkeit bekommen, trotz eines Abschlusses an einer öffentlichen Schule, eine gute Universität besuchen zu können.

Für den erhöhten Prozentsatz eingesetzt hatte sich vor allem die Kommission für Menschen- und Bürgerrechte (Comissão de Direitos Humanos e Cidadania, kurz: CDH). Die CDH rechtfertigt ihre Forderung vor allem damit, dass es Gleichberechtigung und gleiche Chancen für alle geben müsse, die ein Studium aufnehmen wollen.

In der kommenden Woche soll nun der Senat über den Vorschlag abstimmen, bevor diesem von der Präsidentin Dilma Rousseff zugestimmt werden kann. Ihren Zuspruch zu der Forderung gaben auch mehrere studentische Vereinigungen, darunter auch die Nationale Studentenvereinigung (União Nacional dos Estudantes, kurz: UNE). (sg)