Hauptsitz von Mercedes-Benz in Stuttgart / Copyright: Wikipedia, GNU, Enslin

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Nach Verhandlungen mit Arbeitsvertretern verlängerte der Automobilhersteller Mercedes-Benz die Verträge von 484 Arbeitern der Nutzfahrzeugsproduktion in São Bernardo do Campo (Bundesstaat São Paulo). Dies wurde gestern (12.11.) von der brasilianischen Metall-Gewerkschaft ABC (Sindicato dos Metalúrgicos do ABC) bekanntgegeben.

Laut einem Sprecher von Mercedes-Benz wären die Arbeitsverträge befristet gewesen und sollten am 18. November dieses Jahres auslaufen. Die Verlängerung geht nun bis zum 31. März 2013. Das Unternehmen wolle die Arbeitskräfte bis 2013 behalten, da man dann mit einer Verbesserung der Situation am Nutzfahrzeugmarkt rechne.

Seit Juni diesen Jahres wurden die Mitarbeiter durch das Unternehmen von der Arbeit ausgeschlossen, erhielten aber eine Vergütung, die durch den Arbeiterfonds FAT (Fundo de Amparo ao Trabalhador) getragen und durch Mercedes-Benz vervollständigt wurde. Selbst ohne eine Frist für die Wiederaufnahme der Arbeit werden die betroffenen Personen bis März 2013 das volle Gehalt bekommen. Laut Schätzungen der Gewerkschaft solle die Produktion im ersten Quartal nächsten Jahres wieder angekurbelt werden.

In diesem Jahr litt der Nutzfahrzeugsektor unter einem starken Rückgang in der Produktion und im Verkauf. Dies sei vor allem mit der internationalen Krise zu erklären. Mercedes-Benz verkündete deshalb einen Überschuss an Arbeitskräften. Als Konsequenz darauf wurden die Verträge von 1.500 Arbeiten zwischen dem 18. Juli und 18. November stillgelegt. Die Mitarbeiter waren von der Arbeit ausgeschlossen und sollten dafür Weiterbildungen wahrnehmen. Im September wurden die Verträge bis Ende 2013 erneuert. (ds)