Ein Mikrounternehmer in den Straßen Brasiliens / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Diego Dacal
Ein Mikrounternehmer in den Straßen Brasiliens / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Diego Dacal

Ein Mikrounternehmer in den Straßen Brasiliens / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Diego Dacal

Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele hat beschlossen brasilianische Mikro- und Kleinstunternehmen stärker in die wirtschaftlichen Aktivitäten rund um das 2016 statt findende sportliche Großereignis einzubeziehen.

Der Brasilianische Unterstützerservice für Mikro- und Kleinstunternehmen (Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas, kurz: Sebrae) hat aus diesem Grund eine Liste über die nötigen Serviceleistungen und Produkte veröffentlicht, die angeboten werden sollen. Die Unternehmer erfahren so, welche Leistungen im Rahmen der Spiele benötigt werden. Das Sebrae erarbeitete die Liste gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Versorger von Rio 2016 (Programa de Desenvolvimento de Fornecedores do Rio 2016).

Der Direktor des Organisationskomitees Fernando Cotrim, erklärte, dass die Zusammenarbeit beiden Seiten zu Gute komme. Man wolle Ineffizienzen vermeiden, den Besuchern jegliche Serviceleistungen und Produkte anbieten können und die lokalen Unternehmen sinnvoll in die Wirtschaftsaktivität eingliedern. Als Beispiel nennt Cotrim Reinigungen – im Zeitraum der Olympischen Spiele sei eine Vielzahl an Wäschereien nötig, um die Masse bearbeiten zu können. Eine Aufgabe, die von Mikrounternehmen übernommen werden könnte.

Der Präsident des Sebrae Luiz Barreto weist Vorwürfe von sich, die Maßnahmen würden nur kurzfristig Vorteile bringen. Durch Schulungen und den Erhalt von Zertifikaten könnten sich die kleinen Firmen besser positionieren und wettbewerbsfähiger werden. Dies sei eine langfristige Investition in mehr Qualität. (sg)