Logo der brasilianischen Sozialvorsorge / Copyright: Ministério da Previdência Social

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Das System zur Rentenvorsorge für den öffentlichen Sektor in Brasilien müsse neu definiert werden, da das aktuelle Finanzierungsmodell für Renten nicht nachhaltig sei, so kommentierte gestern (19.03.) der Sekretär des Sozialministeriums, Jaime Mariz.

„Wir haben heutzutage im Durchschnitt 1,17 Bedienstete, um die Rente eines Bediensteten zu finanzieren. Spezialisten sagen allerdings, dass man vier haben muss, um ein nachhaltige Finanzierung zu gewährleisten“, so teilte Mariz während der öffentlichen Anhörung mit den Kommissionen für Menschrechte und für soziale Angelegenheiten des Senats mit. „Wir müssen die Modalitäten für die Zukunft ändern und dabei wollen wir uns an Beispielen anderer Länder orientieren.“

Laut Mariz würden in den nächsten fünf Jahren 1,1 Millionen Bedienstete in den Ruhestand gehen. Das Rentensystem sei in den letzten zwölf Jahren durch verschiedene Gesetze reformiert worden. Die Körperschaft, die für die Verwaltung der finanziellen Mittel zuständig ist, würde keine Investitionen zulassen, die hohe Risiken mit sich bringen.

Die Entscheidung über die Gründung der Stiftung für Vorsorge für den öffentlichen Sektor (Fundação de Previdência Complementar dos Servidores Públicos Federais, kurz: FUNPRESP) wird immer noch im Senat bearbeitet. Die Idee sei es, für jede der drei Gewalten einen Vorsorgefonds zu schaffen. Des Weiteren sehe das Projekt vor, dass die Bediensteten anschließend zu elf Prozent zum Allgemeinen System für Sozialvorsorge beitragen. Heute würde die Rente bei 3.691,74 Reais (ca. 1.529,85 Euro) liegen, auf die sie Anspruch hätten. Wenn man einen höheren Betrag erhalten wolle, müsste man in den FUNPRESP einzahlen. (ds)