Während der Internationalen Woche des Stillens bringt auch Brasilien eine Kampagne zum Thema heraus / Copyright: Agência Brasil
Während der Internationalen Woche des Stillens bringt auch Brasilien eine Kampagne zum Thema heraus / Copyright: Agência Brasil

Während der Internationalen Woche des Stillens bringt auch Brasilien eine Kampagne zum Thema heraus / Copyright: Agência Brasil

Im Rahmen der Internationalen Woche des Stillens fanden in mehr als 170 Ländern Veranstaltungen zum Thema statt. Auch Brasilien möchte Mütter während der Stillzeit nun stärker unterstützen, das betrifft vor allem die medizinische Versorgung, Krankenhäuser und Muttermilchbanken. Des Weiteren hat die Regierung passend dazu eine Stillkampagne mit dem Thema „Genauso wichtig wie das Stillen deines Babys ist, dass dir jemand zuhört“ (Tão Importante Quanto Amamentar Seu Bebê, É Ter Alguém Que Escute Você) herausgebracht. Ziel der Kampagne sei darauf aufmerksam zu machen, dass die Unterstützung von Müttern in dieser Zeit besonders wichtig ist, denn viele verzichten aufgrund von fehlenden Informationen auf das Stillen. Es wird empfohlen, dass Babys bis zu sechs Monaten voll gestillt werden.

Laut Angaben des Koordinators der Abteilung für Kindergesundheit und Stillen des Gesundheitsministeriums, Paulo Bonilha, brauche die Frau besondere Zuwendung seitens der Familie und seitens Spezialisten, vor allem wenn sie Zweifel oder Ängste habe oder sich aber auch Probleme beim Stillen ergeben. Der Zugang zu Informationen im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems SUS müsse weniger bürokratisch werden.

Schätzungen zufolge stillen 41 Prozent der brasilianischen Frauen ihre Babys in den ersten sechs Monaten. Ziel sei es jedoch, diese Zahlen noch weiter zu erhöhen. Mit einer internationalen Studie im kommenden Jahr sehe Bonilha dafür gute Chancen.

Brasilien weist die größte Anzahl von Muttermilchbanken in der Welt auf, mit 210 Stellen und 117 Sammelposten. Pro Jahr werden rund 166.000 Liter Muttermilch gesammelt, von denen 170.000 Neugeborene profitieren können, so das Gesundheitsministerium. Die Regierung wolle in diesem Jahr sieben Millionen Reais in Muttermilchbanken investieren. (ds)