Der OECD-Generalsekretär Gurría nimmt die brasilianische Regierung in die Pflicht. / Copyright: Agência Brasil

Brasilien sollte Strukurreformen zur Verbesserung der Arbeitsproduktivität aufsetzen, empfiehlt der Generalsekretär der OECD, Ángel Gurría. „Die Produktivität wird zunehmend zum wichtigsten Faktor der Entwicklung. In dieser Hinsicht sind die jüngsten Entwicklungen in Brasilien allerdings entmutigend“, sagte Gurría, wenn man den Anstieg der Produktivität im Land mit denen anderer Entwicklungsländer vergleiche.

„Im Laufe des vergangenen Jahrzehnts hat sich die Produktivität in China etwa verdoppelt und ist um etwa 33 Prozent in Kolumbien gewachsen sowie in Südafrika. In Brasilien dagegen habe das Plus nur bei zwölf Prozent gelegen. „Eine Reihe von Strukturreformen könnte ein ungenutztes Potenzial für signifikante Produktivitätsgewinne freisetzen und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern“, sagte Gurría und verwies dabei auf die Steuerreform.

Es sei notwendig, das Steuersystem anzugehen, welches kostspielig und komplex sei, insbesondere die fragmentierten indirekten Steuern, zur Verringerung rechtlicher Hindernisse und zum Abbau des Verwaltungsaufwands zür Gründung und Schließen eines Unternehmens.

Der Generalsekretär der OECD wies zudem darauf hin, dass es wichtig sei, zum aktuellen Zeitpunkt Raum für private Investitionen zu schaffen, da das Land vor finanziellen Problemen steht. „Um dies realisieren zu können, muss die Regierung ernsthaft ihre Verantwortung als Förderer übernehmen, um die nötigen Investitionen zu ermöglichen.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil