Planungsminister Nelson Barbosa bemüht sich um gute Beziehungen zwischen Brasilien und anderen Ländern. / Copyright: Agência Brasil

Das Abkommen zur Transpazifik-Partnerschaft (TPP) zwischen den USA und Japan sowie weiteren zehn Ländern, darunter drei Länder aus Lateinamerika (Mexiko, Peru und Chile), sind ein klares Signal für Brasilien sich stärker in die internationalen Märkte zu integrieren, sagt der internationale Präsident des Wirtschaftsrates von Lateinamerika (Ceal) Ingo Plöger. Er bestätigte aber, dass der brasilianische Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Armando Monteiro, zu Beginn des Jahres bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen hätte.

„Die erste Reise, die er gemacht hat, ging in die USA. Die Bemühungen, die die brasilianische Regierung dort betreibt, drehen sich nicht um Tarife, es geht nicht um ein Tarifabkommen. Es handelt sich vielmehr um ein Abkommen über technische Normen, die Vereinfachung der Handelsbeziehungen mit dem Ziel, den bilateralen Austausch zu erleichtern“, so Plöger.

Er wies zudem daraufhin, dass ein anderes großes Abkommen – auch wenn es noch etwas dauern werde – bereits vor der Tür stehe, nämlich das Abkommen mit der Europäischen Union, bei dem auch die USA eine Rolle spielen weren. Das bedeutet laut Plöger, dass Brasilien mit dem richtigen Land in Verhandlungen steht und die richtige Agenda vor sich hat.

Zudem habe Brasilien Anfang dieses Jahres die Verhandlungen mit Mexiko aufgenommen, welches Teil des TPP ist. „Wir haben heute 800 Produkte, die Teil eines Abkommens mit Mexiko sind, und wir werden dies auf zwei Millionen Produkte erweitern.“ Für Plöger ist dies der richtige Schritt, damit Brasilien Mitglied im TPP werden kann und zur Integration Südamerikas insgesamt. (ls)

Quelle: Agência Brasil