Das gerichtliche Verfahren gegen die Caixa Econômica Federal / Copyright: Agência Brasil
Das gerichtliche Verfahren gegen die Caixa Econômica Federal / Copyright: Agência Brasil

Das gerichtliche Verfahren gegen die Caixa Econômica Federal / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien ist die Nachfrage nach Krediten durch private Personen im Oktober um 6,5 Prozent gestiegen. Dies gab das Beratungsunternehmen Serasa Experian in diesen Tagen bekannt. Experten sprechen von einer partiellen Erholung, nachdem die Nachfrage in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen war. Noch im September hatte es rund 9,8 Prozent weniger Kreditnachfrage gegeben.

Der Rückgang resultierte demnach auf einer zunehmenden Unsicherheit bei der brasilianischen Bevölkerung in Bezug auf Einkommen und Arbeitsplatzsicherheit. Ein weiterer Grund für den Rückgang soll laut Serasa Experian der Streik der Banker gewesen sein. Im September war noch unklar gewesen, wie lange der Protest andauern soll. Im Oktober wurde der Streik schließlich vorzeitig beendet.

Wie schon in vorigen Statistiken, zeichnete sich auch in der aktuellen Erhebung ab, dass vor allem die Nachfrage nach Krediten durch Brasilianer mit niedrigem Grundeinkommen anstiegen. Die Bevölkerungsgruppe mit weniger als 500 Reais (rund 159 Euro) fragten im Oktober 12,1 Prozent mehr Kredite nach. In der Gruppe mit einen Einkommen bis zu 1.000 Reais (rund 319 Euro) stieg die Nachfrage um 9,8 Prozent an. Lediglich die Brasilianer in der höchsten Einkommensklasse verringerten die Kreditnachfrage – immerhin um 3,1 Prozent. Betrachtet man die Regionen Brasiliens, so fällt auf, dass der Nordosten zum wiederholten Male die meisten Kreditnachfragen an Banken stellt. Die Nachfrage stieg dort im Oktober um 13,9 Prozent.

Insgesamt stieg die Nachfrage in den ersten zehn Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent. (sg)