Brasilien will zukünftig deutlich mehr Ausgaben für Bildung tätigen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, jmaximo
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In diesem Jahr soll in Brasilien dem Nationalen Bildungsplan (Plano Nacional de Educação, kurz: PNE) von Seiten des Senats zugestimmt werden. Dies fordern Vertreter der brasilianischen Regierung und soziale Bewegungen. Der PNE war vor gut einem Jahr zur Überprüfung an die Abgeordnetenkammer übergeben worden und wurde nun eineinhalb Monate vom Senat analysiert. Der Senat hatte in den vergangenen Wochen bereits 80 Änderungen den Plan betreffend eingereicht. Die bürokratischen Herausforderungen ziehen den Zustimmungsprozess nun in die Länge.

Größter Streitpunkt des PNE ist die Forderung nach Erhöhung der Staatsausgaben für Bildung auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Generell würde der Senat den geforderten zehn Prozent zustimmen. Allerdings ist vielen die Verwendung dieser zehn Prozent zu schwammig formuliert. Einige Politiker und Mitglieder sozialer Bewegungen fordern eine klare Formulierung, die eine Verbesserung und die finanzielle Unterstützung des öffentlichen Bildungswesens und gleichzeitige Berücksichtigung des privaten Bildungssektors sichert.

Daniel Cara von der nationalen Kampagne für das Recht auf Bildung (Campanha Nacional pelo Direito à Educação) hofft, dass die Senatoren die Herausforderungen des Plans bewältigen werden und der Start des Plans in sechs bis neun Monaten erfolgen kann.

Der PNE will das Bildungswesen in zwanzig Punkten reformieren. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der adäquaten Finanzierung der öffentlich zugänglichen Schulen, der Etablierung weiterer Kindergartenplätze und der Bekämpfung von Analphabetismus. (sg)