Verschwundene Personen sollen mithilfe von der Nutzung von Mobilfunknetzen aufgespürt werden / Copyright. Agência Brasil
Verschwundene Personen sollen mithilfe der Nutzung von Mobilfunknetzen aufgespürt werden / Copyright: Agência Brasil

Verschwundene Personen sollen mithilfe der Nutzung von Mobilfunknetzen aufgespürt werden / Copyright: Agência Brasil

Seit Kurzem ist in Brasilien das neue Gesetz 12.841 gültig, das am vergangenen Dienstag (09.07.) von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedet wurde und das das Telekommunikationsgesetz erweitert. Mit dieser Erweiterung wird erlaubt, dass Mobilfunkanbieter ihre Netze zur Verfügung stellen können, um verschwundene Personen zu lokalisieren.

Laut Angaben des Berichterstatters des Gesetzes, Valdir Colatto (der sozialdemokratischen Partei PMDB aus dem Bundesstaat Santa Catarina), sei das Hauptziel des Vorschlages, alle Informationen über verschwundene Personen zusammenzuführen, um die Suche nach diesen Menschen zu vereinfachen. „Wenn man die Daten der Verschwundenen im Internet veröffentlicht, hat das eine viel größere Reichweite als an den Wänden der Polizeistationen“, schätzte Colatto ein. Eine weitere Idee sei der Einsatz von GPS, um die Mobilfunktelefone von Verschwundenen zu lokalisieren.

Ein anderer Vorschlag seitens des Ministers ist die Möglichkeit von Abkommen unter den Bundesstaaten, um den Informationsaustausch der verschiedenen Unternehmen zu ermöglichen. Weiterhin erinnerte er daran, dass es sich bei den Vermissten oftmals auch um ältere Menschen oder Menschen handele, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt seien. „Die Regierung kann mit einem Klick alle Informationen über die in ganz Brasilien verschwundenen Menschen zusammenführen. Damit entsteht ein sehr starkes Instrument, durch das der Zugang zu diesen Personen erheblich erleichtert wird.“ (ds)