Die ehemalige Umweltministerin Marina Silva bei der Bekanntgabe ihrer neuen Partei für Nachhaltigkeit / Copyright: Agência Brasil
Die ehemalige Umweltministerin Marina Silva bei der Bekanntgabe ihrer neuen Partei für Nachhaltigkeit / Copyright: Agência Brasil

Die ehemalige Umweltministerin Marina Silva bei der Bekanntgabe ihrer neuen Partei für Nachhaltigkeit / Copyright: Agência Brasil

Die ehemalige Umweltministerin und früheres Mitglied der Partido Verde („Grüne Partei“), Marina Silva, gab am vergangenen Samstag (16.02.) die Gründung einer neuen Partei bekannt, deren zentrales Ziel die Nachhaltigkeit sei. Silva sei der festen Überzeugung, dass in drei Monaten 500.000 Unterschriften gesammelt werden können, um die Anfrage dem Obersten Wahlgerichtshof TSE (Tribunal Superior Eleitoral) vorlegen zu können und damit eine endgültige Zulassung zu erhalten. Die Partei wird den Namen Rede Sustentabilidade („Nachhaltigkeitsnetzwerk“) tragen.

Laut Silva würde das Parteiprogramm auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen basieren: in der Umwelt, Politik und in der Wirtschaft. Um an der neuen Partei teilhaben zu können, seien verschiedene Meinungen bei Themengebieten möglich, man müsse sich aber bei der Grundthematik „Nachhaltigkeit“ einig sein. Auch könne sich die Ministerin Bündnisse mit anderen Parteien vorstellen, die ähnliche Programmpunkte aufweisen. Der Tendenz, dass in Brasilien vor allem die Arbeiterpartei PT und die sozialdemokratische Partei PSDB regieren, möchte Silva entgegenwirken. „Die Bewegung der Nachhaltigkeit ist viel größer als eine politische Partei.“

Die Unterschriftensammlung für die neue Partei erfolgt durch das Internet in ganz Brasilien. Ziel sei es, dass die Partei bis Oktober registriert ist und schließlich die Voraussetzung mit sich bringe, bei den nächsten Wahlen antreten zu können.

Bei der Bekanntgabe der neuen Partei waren Abgeordnete, ehemalige Senatoren, Bürgermeister und Stadträte sowie eine große Anzahl an jungen Menschen aus ganz Brasilien anwesend. (ds)