Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gibt die Liste mit den ersten 50 privaten Häfen bekannt / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gibt die Liste mit den ersten 50 privaten Häfen bekannt / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gibt die Liste mit den ersten 50 privaten Häfen bekannt / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien werden bald neue private Hafenterminals entstehen. Eine Liste mit den ersten 50 Häfen wurde gestern (03.07.) von der brasilianischen Regierung veröffentlicht. Dabei seien Investitionen in Höhe von elf Milliarden Reais (ca. 3,7 Milliarden Euro) vorgesehen, so teilte die Präsidentin Dilma Rousseff mit.

Die privaten Terminals unterliegen den neuen Regelungen des Hafengesetzes (Lei dos Portos). Die Präsidentin hatte das Gesetz am fünften Juni mit 13 Vetos des vom Nationalkongress genehmigten Textes verabschiedet. Ziel der Änderungen des Gesetzes ist es, die Effizienz in Häfen zu steigern und Kosten zu reduzieren. Des Weiteren sollen mehr Investoren angeworben werden, um der wachsenden Nachfrage im Land gerecht zu werden. Der Text beinhaltet neue Kriterien bezüglich Exporten, Konzessionen, Autorisierungen und Pacht für private Initiativen an öffentlichen Frachthäfen.

Interessierte Unternehmen haben also die Möglichkeit, eigene Terminals zu bauen. Insgesamt gingen bereits 123 Anfragen zum Bau solcher Terminals beim Spezialsekretariat für Häfen (Secretaria Especial de Portos) ein. Eine weitere Möglichkeit wird es für neue Interessenten geben. Diese haben bis zum fünften August Zeit, um ihre Anfragen zu stellen.

Laut Schätzungen werden die neuen Unternehmen 105 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr bewegen. Die Neubauten decken Regionen im gesamten Land ab: 27 Hafenterminals werden im Norden entstehen, drei im Nordosten, weitere drei im zentralen Westen, zwölf im Südosten und fünf im Süden. (ds)