Bier ist im Verhältnis zu Cachaca in Brasilien ein eher teures Genussmittel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ildar Sagdejev (Specious)
Bier ist im Verhältnis zu Cachaca in Brasilien ein eher teures Genussmittel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ildar Sagdejev (Specious)

Bier ist im Verhältnis zu Cachaça in Brasilien ein eher teures Genussmittel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ildar Sagdejev (Specious)

Die brasilianische Regierung und die Bierproduzenten haben sich nach einer zweitägigen Sitzung auf eine neue Produktionsformel des Getränks geeinigt. Nachdem die brasilianische Formel für Bier verändert wurde, muss auch der gesamte Mercosul zustimmen, da zwischen den Ländern des Blocks eine gemeinsame Einigung bezüglich der Bierproduktion herrscht.

Der private Sektor hatte zahlreiche Forderungen an die Regierung gestellt. Die meisten von diesen wurden erfüllt. Der Vorschlag der Produzenten, den Anteil der Gerste im Bier von 55 auf 50 Prozent zu reduzieren kam die brasilianische Regierung jedoch nicht nach. Die Produzenten hatten argumentiert, dass bei einer Reduzierung des Gerstenanteils auf günstigere Getreidearten wie  Mais und Reis zurückgegriffen werden könnte.

Eine Forderung, mit der sich die Produzenten durchsetzen konnte ist die Verwendung von tierischen Produkten bei der Herstellung von Bier. Milch und Honig kann somit zukünftig in brasilianischem Bier enthalten sein. In manchen Bieren wird man in Zukunft anstelle des Hopfen aromatische Kräuter finden. Außerdem erlaubt die Regierung die Reifung von Bier in Holzfässern, so wie es bei Wein und anderen Getränken bereits der Fall ist.

Die eventuell neue Formel für alkoholfreies Bier wird in den nächsten dreißig Tagen diskutiert. Bislang enthält ein alkoholfreies Bier in Brasilien noch bis zu 0,5 Prozent Alkohol. Regierungsvertreter fordern jedoch den kompletten Verzicht auf alkoholische Spuren in alkoholfreiem Bier. (sg)