Brasilien hat weiter die Möglichkeit, Weizen ohne Einfuhrzoll zu importieren / Copyright: Agência Brasil
Brasilien hat weiter die Möglichkeit, Weizen ohne Einfuhrzoll zu importieren / Copyright: Agência Brasil

Im Jahr 2013 erreicht der Mais- und Sojaexport einen Höchstwert / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Agrarwirtschaft wächst seit dem Jahr 2000 stetig. Auch in diesem Jahr hat die Ernte von Getreide neue Rekordmengen erreicht. Das Brasilianische Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) schätzt, dass bis zum Jahresende insgesamt rund 186,8 Tonnen geerntet werden.

Vor allem Mais und Soja erreichen neue Höchstwerte im brasilianischen Export. 25 Millionen Tonnen Mais wurden laut IBGE ins Ausland exportiert. Dieser Zuwachs war auch wegen des Ernteeinbruchs in den USA ermöglicht worden, wodurch die weltweite Nachfrage nach Mais aus Brasilien deutlich anstieg. Soja ist und bleibt jedoch der Exportschlager der brasilianischen Agrarwirtschaft. Mit 43 Millionen exportierten Tonnen im Jahr 2013 wurden rund 5 Millionen Tonnen mehr exportiert als Anfang des Jahres erwartet. Der Exportzuwachs der Agrargüter gleicht in der Handelsbilanz zudem den Verlust durch geringere Exporte von Rohöl wieder aus.

José Augusto de Castro, Präsident der Brasilianischen Vereinigung für Außenhandel (Associação Brasileira de Comércio Exterior, kurz: AEB) sagte, dass die diesjährige Ernte die wirtschaftliche Lage Brasiliens begünstigt hätte. Er erklärte aber auch, dass im kommenden Jahr mit Preissenkungen der Agrarprodukte zu rechnen sein müsse. So werde derzeit beispielsweise prognostiziert, dass der Preis für eine Tonne Mais von aktuell 197 US-Dollar (rund 143 Euro) auf 180 US-Dollar (rund 130 Euro) fallen werde.

Das IBGE gab an, dass im kommenden Jahr mit dem gleichen Ernteerfolg wie in diesem Jahr gerechnet werden könne, eine Steigerung jedoch unwahrscheinlich ist. (sg)