Diese Züge in São Paulo gehören für die Verbindung nach Rio de Janeiro spätestens ab 2020 der Vergangenheit an / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Lukaaz

Diese Züge in São Paulo gehören für die Verbindung nach Rio de Janeiro spätestens ab 2020 der Vergangenheit an / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Lukaaz

Es ist ein kleiner Meilenstein, der argwöhnisch beobachtet vor allem vom Nachbar Argentinien, von Brasilien unternommen wird: Die Entscheidung für den Neubau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen São Paulo und Rio de Janeiro ist auch wieder einen Schritt zurück in Richtung Schiene und eine Aufwertung des Transportmediums Bahn in Südamerika insgesamt. Damit steht Brasilien nicht allein, denn auch in Argentinien ist ein Hochgeschwindigkeitszug zwischen Buenos Aires und der Provinzstadt Córdoba geplant. So konkret allerdings wie im Fall Brasilien ist der Nachbar Argentinien mit seinen Plänen noch nicht.

Gestern (13.12.) wurde bekannt gegeben, dass die neue Strecke, die die Metropolen Campinas, São Paulo und Rio de Janeiro verbinden soll, ab Juni 2020 ihren Betrieb aufnehmen soll. Mit einem Ende der Bauarbeiten wird bereits ab 2019 gerechnet und die übrige Zeit dient als Puffer und für die Lösung etwaiger noch nicht abzusehender Probleme bei Technik und im System. Durchgeführt werden die Vorbereitungen derzeit von dem staatlichen Unternehmen für Planung und Logistik (Empresa de Planejamento e Logística, kurz: EPL), welches das Losverfahren für die Vergabe der Strecke vorbereitet.

Auch weitere Details wurden bereits gestern bekannt gegeben. So muss mindestens die Hälfte der 458 Sitze je Zug der günstigen Preisklasse Economy zugerechnet werden, deren maximaler Preis mit 250 Reais (ca. 92 Euro) mit dem aktuellen Preisniveau ebenfalls festgelegt wurde. Mit dem neuen Zug wird sich die Reisezeit zwischen Rio de Janeiro und São Paulo auf geplante 1,5 Stunden reduzieren, da mit einer maximalen Geschwindigkeit von 350 km/h gerechnet wird. (mas)