Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem neuen Städteminister Aguinaldo Ribeiro / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem neuen Städteminister Aguinaldo Ribeiro / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ernannte gestern (06.02.) den neuen Städteminister Aguinaldo Ribeiro, der Nachfolger von Mário Negromonte wird, nachdem dieser letzte Woche sein Amt aufgrund von Korruptionsvorwürfen niedergelegt hat.

„Das Städteministerium erfüllt eine strategische Aufgabe für die brasilianische Regierung, da wir entschieden haben, vor allem in die Infrastruktur und die Verbesserung der Einkommensverteilung sowie in die Lebensqualität unseres Landes zu investieren“, so teilte Rousseff während der Feierlichkeiten mit. Eines der höchsten Ziele läge darin, die Lebensbedingungen der brasilianischen Bevölkerung zu verbessern.

Die Präsidentin erwarte vom neuen Minister, dass dieser sich Bereichen wie dem Zugang zu Wohneinheiten, der Angleichung der Sanitärtechnik sowie der Verbesserung der städtischen Mobilität voll und ganz widme. Priorität des Ministers soll das Wohnungsbauprogramm „Mein Haus, mein Leben“ (Minha Casa, Minha Vida) sein, damit auch Familien mit niedrigem Einkommen die Möglichkeit erhalten, ein eigenes Haus zu beziehen.

Des Weiteren kritisierte Rousseff, wie die brasilianischen Städte momentan wachsen: Unkontrolliertes Wachstum verursache Probleme mit Armut. „Wir wollen uns diesen Problemen annehmen, indem wir koordinieren, Regeln schaffen und uns vor allem für Baumaßnahmen, Programme und öffentliche Investitionen engagieren“, so Rousseff.

In seiner ersten Rede bekundete Ribeiro, dass er sein neues Amt mit Engagement ausüben wolle. Die derzeitige Politik würde vor allem von konkreten Resultaten und der Erfüllung von Zielen sowie von der andauernden Suche nach Lösungsmöglichkeiten gekennzeichnet sein. Dabei liege der Fokus der Arbeit des Städteministeriums auf der Leitung und Koordination der Vorhaben. (ds)