Guilherme Orair, Sekretär der Abteilung Bewässerung des Integrationsministeriums / Copyright: Agência Brasil
Guilherme Orair, Sekretär der Abteilung Bewässerung des Integrationsministeriums / Copyright: Agência Brasil

Guilherme Orair, Sekretär der Abteilung Bewässerung des Integrationsministeriums / Copyright: Agência Brasil

Gestern (15.01.) trat in Brasilien das neue Gesetz für Bewässerungslandwirtschaft (Política Nacional de Irrigação) in Kraft und löste damit das alte Gesetz von 1979 ab, dessen Inhalte nicht mehr zeitgemäß waren. Durch die Aktualisierung soll die Bewässerungslandwirtschaft, die mit neuen Technologien arbeitet, angekurbelt und damit eine größere Produktivität und geringere Risiken für das Klima garantiert werden. „Im Bundesstaat Mato Grosso beispielsweise können durch die Bewässerung einiger Kulturen bereits drei Ernten pro Jahr erzielt werden“, erklärt Guilherme Orair, Sekretär der Abteilung für Bewässerung des Integrationsministeriums. Die Hauptprodukte der brasilianischen Bewässerungslandwirtschaft sind Zuckerrohr, Soja, Orangen, Reis und Mais.

Laut Orair würden derzeit 20 Prozent der brasilianischen Anbaugebiete bewässert werden. In den nächsten sechs Jahren wolle man diesen Prozentsatz verdoppeln, da das Potenzial an Anbauflächen viel größer ist. Die Erneuerung des Gesetzes sei dringend notwendig gewesen, da durch neue Technologien im Bereich der Landwirtschaft und andere Maßstäbe für den öffentlichen Sektor sich viel mehr Möglichkeiten ergeben. Zum Beispiel begünstigen Steuerreduzierungen den Kauf von Geräten und Maschinen. Außerdem gibt es eine rechtliche Absicherung für Landwirte der Bewässerungslandwirtschaft. Das neue Gesetz wird daher nicht nur der Familienlandwirtschaft zugutekommen, sondern auch den Großproduzenten.

Eine weitere Maßnahme ist der sogenannte Bewässerungsrat (Conselho Nacional de Irrigação), der im Juni dieses Jahres ins Leben gerufen werden soll. Durch diesen Rat wolle man Probleme der Bewässerungslandwirtschaft aufdecken und Lösungsansätze finden. (ds)