Im pharmazeutischen Labor Cristália wird nun eine Abteilung für die Medikamentenherstellung in Brasilien verantwortlich sein / Copyright: Cristália
Im pharmazeutischen Labor Cristália wird nun eine Abteilung für die Medikamentenherstellung in Brasilien verantwortlich sein / Copyright: Cristália - Produtos químicos farmacéuticos LTDA.

Im pharmazeutischen Labor Cristália wird nun eine Abteilung für die Medikamentenherstellung in Brasilien verantwortlich sein / Copyright: Cristália – Produtos químicos farmacéuticos LTDA.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nahm gestern (13.08.) an der Einweihung der biotechnologischen Abteilung des Cristália-Labors in Itapira (Bundesstaat São Paulo) teil, das für die Entwicklung von Medikamenten zuständig ist. In der Abteilung werden Wachstumshormone und Interferon produziert, ein Protein, was für die Behandlung von Viruserkrankungen eingesetzt wird. Die Investitionen belaufen sich auf 80 Millionen Reais (rund 26 Millionen Euro). Die Abteilung wird verschiedene Bereiche miteinander verbinden, den pharmazeutisch industriellen Komplex, die Pharmachemie, die Biotechnologie, die Forschung, Entwicklung und Innovation.

Das Projekt wurde finanziell durch die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES (Banco Nacional do Desenvolvimento Econômico e Social) unterstützt sowie durch die Brasilianische Innovationsagentur FINEP (Agência Brasileira de Inovação) mittels öffentlich-privater Partnerschaften. Das Unternehmen arbeitet mit diversen bundesstaatlichen Laboren zur Produktion von Medikamenten zusammen.

Bereits im wöchentlichen Radioprogramm Café com a Presidenta („Kaffee mit der Präsidentin“) hatte Dilma Rousseff bekundet, wie wichtig Investitionen in nationale Fabriken seien. Durch neue Partnerschaften mit Laboren könnten immer mehr qualitativ hochwertige Medikamente im Land produziert werden, was bedeutend für die Wirtschaft und für das Gesundheitsministerium sei, denn weniger Medikamente müssten importiert werden. (ds)