Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Bekanntgebung des Programms „Mehr Bewässerung“ / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Bekanntgebung des Programms „Mehr Bewässerung“ / Copyright: Agência Brasil

Gestern (13.11.) wurde das Programm „Mehr Bewässerung“ (Programa Mais Irrigação) von der brasilianischen Regierung bekanntgegeben. Die Präsidentin Dilma Rousseff teilte dabei mit, dass das Programm die Dürre-Problematik verringern kann und das Potenzial hat, das Profil für wirtschaftliche Entwicklung im semiariden Teil Brasiliens zu verändern.

„Eine dauerhafte Bewässerung und gut ausgenutzte Böden sind die beste Antwort auf Dürre. Die semiaride Region wird damit von Programmen der Regierung unabhängig werden und sich zu einem Lebensmittelhersteller entwickeln“, so die Präsidentin.

Der Plan sieht Investitionen in Höhe von drei Milliarden Reais (1,14 Milliarden Euro) im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsplans PAC (Programa de Aceleração do Crescimento) der brasilianischen Regierung vor. Diese sollen in die Produktion von Biokraftstoffen, die Gewinnung von Milch und Fleisch, den Anbau von Getreide sowie Obst fließen und damit kleinen und mittleren Produzenten helfen. Außer der Unterstützung der Regierung sehe man weitere Investitionen in Höhe von sieben Milliarden Reais durch Partnerschaften mit privaten Initiativen vor. Eines der Hauptziele sei es, Konzessionen für den privaten Sektor zu gewährleisten, damit diese für die Infrastruktur und in den Ausbau der zu bewässerten Flächen verwendet werden können. Die Konzessionen haben eine Laufzeit von bis zu 40 Jahren.

Durch die Partnerschaft mit dem privaten Sektor verspreche sich Rousseff die Realisierung von neuen Projekten und vor allem aber auch positive Resultate. 16 brasilianische Bundesstaaten werden vom Programm profitieren, darunter vor allem der Nordosten Brasiliens, denn dieser sei besonders von Dürreeinschlägen betroffen.

Die ersten Konzessionen des Programms „Mehr Bewässerung“ wurden gestern erteilt. Damit erhalten 66 Projekte finanzielle Unterstützung. (ds)