Dilma Rousseff und weitere Regierungsvertreter bei der Bekanntgebung des neuen Programms PAC Equipments / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff und weitere Regierungsvertreter bei der Bekanntgebung des neuen Programms PAC Equipments / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung stellte gestern (27.06.) das Programm zur Beschleunigung des Wachstums „Equipments“ (Programa de Aceleração do Crescimento Equipamentos, kurz: PAC Equipamentos) vor. Sie möchte so die Industrie über den Erwerb von Gütern, die priorisierten Programmen, wie dem Bau von zusätzlichen Strassen oder dem Schultransport, zugute kommen sollen, stimulieren. Über den Stimulationseffekt hinaus, soll das Programm beispielsweise auch bei der Problembekämpfung von Dürren helfen: durch die Anschaffung von 8.000 LKW und damit verbesserter Logistik in Notsituationen.

Bei dem Erwerb der Güter werde jedoch mit Präferenz darauf geachtet, Produkte aus nationaler Herstellung zu kaufen. Damit ist dies eine weitere Maßnahme, die den Rückgang des Bruttoinlandsproduktes verhindern soll.

Insgesamt sollen bis zum Endes des Jahres 8,4 Milliarden Reais (ca. 3,2 Milliarden Euro) in Equipment und Güter investiert werden. Mit der Erhöhung dieser Anschaffungen, die gestern verkündet wurden, sind die Ressourcen des PAC von 43,6 Milliarden Reais (knapp 16,8 Milliarden Euro) auf 51 Milliarden Reais (rund 19,5 Milliarden Euro) aufgestockt worden.

Die Investitionen sind neben den Bereichen Gesundheit und Bildung auch für die Sektoren Landwirtschaft und Abwehr vorgesehen. Für den Gesundheitsbereich wurden weitere zwei Milliarden Reais (etwa 770 Millionen Euro) bewilligt und laut dem Gesundheitsministerium können mehr als 80 der benötigten und im Land produzierten Güter erworben werden. Dabei dürfen die Preise von Gütern aus nationaler Industrie um bis zu 25 Prozent über denen der internationalen Konkurrenz liegen. Diese Regelung werde bis 2017 gelten. (jv)