Brasilien: Neukartierung in gefährdeten Regionen

31.07.2012 | Politik |
Anfang des Jahres 2011 kam es zu tragischen Erdrutschen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Anfang des Jahres 2011 kam es zu tragischen Erdrutschen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Der geologische Dienst (Serviço Geológico) des Bundesstaates Rio de Janeiro hat in den letzten Tagen damit begonnen, die Regionen, die von Erdrutschen bedroht sind neu zu kartieren. Die Neukartierung umfasst 18 Gemeinden in der Region. Anfang des Jahres 2011 war es nach heftigen Regenfällen zu tragischen Erdrutschen gekommen, die nun Grund zur Neukartierung sind. In Sapucaia hatte man vor einer Woche mit dem Kartieren begonnen. Anschließend folgte die Kartierung der Städte Três Rios, Santa Maria Madalena und Trajano de Moraes. Gerade die Küstenregion müssen kartiert werden, bevor es zu heftigen Regenfällen kommt, erklärt der Präsident des Geologischen Dienstes Flavio Erthal. Allein in Sapucaia hatte man 39 Punkte als besonders gefährdet einstufen müssen.

Das Programm des geologischen Dienstes war bereits im Jahr 2010 initiiert worden und soll bis zum Sommer 2013 den gesamten Bundesstaat Rio de Janeiro kartiert haben. Darüber hinaus wurden bereits einige Gemeinden im Norden und Nordosten des Landes kartiert, die besonders gefährdet sind. Im September will der geologische Dienst diese Kartierung veröffentlichen, sodass man schon vor der Regensaison auf neue Daten zurückgreifen kann. Unterstützt wird die Arbeit des Dienstes durch den Zivilschutz (Defesa Civil) und die Bewohner der einzelnen Regionen.

Nach dem Abschluss der Kartierung will der Dienst geotechnische Karten für die risikoreichsten Gemeinden anfertigen und sie den örtlichen Zuständigen zur Verfügung stellen. So soll eine bessere Orientierung ermöglicht und die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden, erläutert Flavio Erthal. (sg)


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