Die öffentlichen Banken tragen seit 1999 wieder zu mehr als 50 Prozent zur Kreditvergabe bei.. / Copyright: Agência Brasil
Laut Bilanz des Brasilianischen Verbandes für Finanzen, Verwaltung und Rechnungswesen befinden sich die Zinssätze auf einem Tiefstand  / Copyright: Agência Brasil

Laut Bilanz des Brasilianischen Verbandes für Finanzen, Verwaltung und Rechnungswesen befinden sich die Zinssätze auf einem Tiefstand / Copyright: Agência Brasil

Gestern (13.02.) gab der Brasilianische Verband für Finanzen, Verwaltung und Rechnungswesen ANEFAC (Associação Nacional dos Executivos de Finanças, Administração e Contabilidade) neue Daten zur Entwicklung der Zinssätze bekannt. Die durchschnittlichen Zinssätze für Einzelpersonen sanken im letzten Monat um 0,01 Prozentpunkte, von 5,44 Prozent im Dezember auf 5,43 Prozent im Januar. Damit registriert Brasilien den geringsten Wert seit 1995. Für juristische Personen bleibt der Zinssatz im Monat Januar konstant bei 3,07 Prozent, dieser Wert stellt auch den geringsten seit 1995 dar.

Die folgenden drei untersuchten Kreditlinien für juristische Personen blieben im Januar im Vergleich zum Dezember unverändert: Kreditkarten (Zinssatz 9,3 Prozent), persönliche Darlehen getätigt durch Banken (2,93 Prozent) sowie persönliche Darlehen getätigt durch Finanzinstitute (6,96 Prozent). Handelszinsen (vier Prozent) und spezielle Checks (7,77 Prozent) sanken um jeweils 0,06 und 0,05 Prozentpunkte. Finanzierungen für Fahrzeuge durch die Banken (1,54 Prozent) stiegen um 0,02 Prozentpunkte an.

Laut Voraussagen des Finanzverbandes ANEFAC würden die Zinssätze auch in den nächsten Monaten weiter sinken, da sich die Wirtschaft Stück für Stück erholt und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsystems garantiert werden kann, nachdem öffentliche Banken ihre Zinssätze senken. Auch rechne der Verband damit, dass die Zahlungsunfähigkeit der Verbraucher zurückgehen wird. (ds)