Blutspenden werden zukünftig noch besser kontrolliert / Copyright: wikimedia Creative Commons, US Navy, Gabrielle Blake
Blutspenden werden zukünftig noch besser kontrolliert / Copyright: wikimedia Creative Commons, US Navy, Gabrielle Blake

Blutspenden werden zukünftig noch besser kontrolliert / Copyright: Wikimedia Creative Commons, US Navy, Gabrielle Blake

Am Vorabend des Internationalen Tags der Blutspende gab das brasilianische Gesundheitsministerium gestern (13.06.) bekannt, dass zukünftig noch bessere Kontrollen bei Blutspenden durchgeführt werden. Das öffentliche brasilianische Gesundheitssystem (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) werde anhand eines neuen Tests noch bessere Qualität der Blutspenden attestieren oder gegebenenfalls qualitativ schlechte Spenden ablehnen können. Schneller als vorherige Untersuchungen könne dieser Test herausfinden, ob in dem gespendetem Blut HI-Viren oder Spuren von Hepatitis-C enthalten sind.

Die neuen Kontrollen kommen vor allem Situationen zugute, in denen schnell gehandelt werden muss. So wird es zukünftig bei kurzfristigen Bluttransfusionen zu deutlich weniger Problemen kommen. Konventionelle Tests konnten erst nach 22 Tagen nachweisen, ob sich HI-Viren in dem gespendeten Blut befinden. Bei Spuren von Hepatitis-C dauerte es ganze 70 Tage. Mit den neuen Untersuchungen verringert sich die Wartezeit bei HI-Viren durchschnittlich auf sieben Tage, bei Hepatitis-C auf elf Tage.

Der Biologe, Antônio Gomes Pinto Ferreira, erklärte, dass man bereits im Jahr 2010 mit der Entwicklung eines solchen Schnelltests begonnen habe und dass man weiterhin an der Perfektion der Untersuchungen arbeite. Ein neues Ziel der Wissenschaftler sei, auch Hepatitis-B-Viren und Anzeichen von Dengue-Fieber frühzeitig erkennen zu können.

Innerhalb des nächsten Jahres soll der Test in brasilianischen Städten eingeführt werden. Vertreter des SUS forderten von der Regierung jedoch, dass die Tests verpflichtend in ganz Brasilien eingesetzt werden. (sg)