Das Vertrauen der brasilianischen Industrie in die Wirtschaftskraft des Landes ist stabil / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ziko
Das Vertrauen der brasilianischen Industrie in die Wirtschaftskraft des Landes ist stabil / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ziko

Der Südosten ist weiterhin die wirtschaftsstärkste Region Brasiliens / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ziko

Der Norden und Zentralosten Brasilien konnten zwischen 2010 und 2011 ihren Anteil am nationalen Bruttoinlandsprodukt (kurz: BIP) steigern. Dies geht aus der Studie Regionale Konten Brasiliens (Contas Regionais do Brasil) hervor, die von dem Brasilianischen Institut für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) durchgeführt und deren Ergebnisse an diesem Wochenende veröffentlicht wurden.

Der Zentralosten konnte sein BIP innerhalb eines Jahres von 9,3 auf 9,6 Prozent steigern. Diese Entwicklung entspricht den Beobachtungen der letzten Jahre: seit 2006 hat die Region nun insgesamt um 0,9 Prozent zugelegt. Im Jahr 2006 hatte der Anteil am BIP noch 8,7 Prozent betragen. Auch der Norden, dessen wirtschaftliche Verfassung über viele Jahre bedenklich war, konnte nun von 2010 bis 2011 um immerhin 0,1 Prozentpunkte zulegen. Im Jahr 2006 hatte der Wert noch 5,1 Prozent betragen, sodass zwar nur ein leichter Anstieg zu erkennen ist, dieser Trend aber seit sechs Jahren konstant ist.

Der Südosten ist weiterhin der Wirtschaftsmotor des Landes. Mit einem Anteil von 55,4% überragt er die anderen Regionen. Allerdings hat die Region in den Jahren seit 2006 knapp 1,4 Prozentpunkte verloren. Im Jahr 2006 war ihr Anteil am nationalen BIP damit noch bei 56,4 Prozent.

Auch der Süden und der Nordosten des Landes haben Verluste in ihrem Beitrag zum BIP zu verzeichnen. Der Anteil des Südens verlor knapp 0,3 Prozentpunkte und liegt nun bei einem Wert von 16,2 Prozent. Der Nordosten trug im Jahr 2010 noch 13,5 Prozent bei und verlor im Jahr 2011 um o,1 Prozentpunkte. (sg)