Wartungen an den Anlagen bescherten dem Unternehmen Gewinneinbußen im Jahr 2012 / CC Foto: Ralf Roletschek
Petrobras soll angeblich gegen Umweltauflagen verstoßen und Menschen bedrohen /  Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek

Petrobras soll angeblich gegen Umweltauflagen verstoßen und Menschen bedrohen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek

Der Zusammenschluss Plataforma Dhesca Brasil, der über 36 Nichtregierungsorganisationen repräsentiert, beschuldigt Petrobras, im Rahmen der Konstruktion des Petrochemischen Komplexes in Rio de Janeiro (Complexo Petroquímico do Rio de Janeiro, kurz: Comperj) in der Guanabara-Bucht Menschenrechte zu verletzten und die Umwelt in großem Maße zu verschmutzen.

In der letzten Woche veröffentlichte der Zusammenschluss nun einen Bericht, der die Probleme im Zusammenhang mit dem Bau des Chemiewerks auflistet. Den Bericht will man nun Regierungsinstitutionen wie dem staatlichen Institut für Umwelt (Instituto Estadual do Ambiente, kurz: Inea) und der Nationalen Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) zukommen lassen.

Sprecher der Vereinigung sagten, dass die Menschen, die in unmittelbarer Nähe zu der Baustelle wohnen, die Auswirkungen zu spüren bekämen. Besonders die Fischer seien von dem Bau der Chemieanlage und den damit einhergehenden Umweltbelastungen direkt betroffen. Neben den Wasserverschmutzungen käme hinzu, dass Petrobras ihnen verboten habe, in der Nähe des Werks zu fischen. Die Sprecherin der sozialen Organisation Terra Mar (wörtlich: Erde Meer) erklärte, dass es von Seiten des Mineralölunternehmens Morddrohungen gegen die Fischer gegeben habe.

Petrobras gab jedoch an, sich an alle im Vorfeld festgesetzten Regeln zu halten und gegen keinerlei Gesetze verstoßen zu haben. Die Organisationen warten nun auf Reaktionen der Regierung.  (sg)