Der Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Marco Antônio Raup, der Gesundheitsminister Alexandre Padilha und der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel nehmen an der Versammlung teil, bei der Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitswesens Brasiliens bekanntgegeben werden / Copyright: Agência Brasil

Der Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Marco Antônio Raup, der Gesundheitsminister Alexandre Padilha und der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel, nehmen an der Versammlung teil, bei der Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitswesens Brasiliens bekanntgegeben werden / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Gesundheitsministerium, das Ministerium für Technik und Innovation sowie das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel unterzeichneten gestern (31.10.) Abkommen, durch die 20 neue Partnerschaften für die nationale Herstellung von Medikamenten und Impfstoffen entstehen werden.

Die Partner sind 12 öffentliche und 17 private Labore, in denen zum Beispiel Medikamente gegen Asthma, gegen Parkinson, psychische Erkrankungen, Hormonstörungen und Krebs hergestellt werden. Durch die unterzeichneten Abkommen verpflichten sich ausländische Labore, Brasilien Technologien für die nationale Produktion von Medikamenten und Impfstoffen für einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung zu stellen. Als Gegenzug garantiert die brasilianische Regierung Exklusivität beim Kauf der Produkte auf dem Weltmarkt während dieser Zeitspanne.

Die Medikamente werden vom brasilianischen Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde) angeboten. Einige wie beispielsweise die gegen Krebs und Impfstoffe gegen Hepatitis A sollen der Öffentlichkeit voraussichtlich bereits ab 2013 zugängig gemacht werden. Durch die Abkommen erweitert sich das Spektrum an Medikamenten des SUS. Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha teilte mit, dass 2011 500 verschiedene Medikamentarten angeboten wurden und 2012 bereits 800.

Durch die nationale Produktion ergibt sich für die brasilianische Staatskasse allerdings ein weiterer Vorteil: Es sollen schätzungsweise 2,5 Milliarden Reais (rund 0,94 Milliarden Euro) jährlich eingespart werden. (ds)