Petrobras erneuert seinen Investitionsplan für die kommenden fünf Jahre / Copyright: Agência Brasil
Allein vor der Küste Santa Catarinas wurden im letzten Jahr 15 neue Quellen gefunden / Copyright: Agência Brasil

Allein vor der Küste Santa Catarinas wurden im letzten Jahr 15 neue Quellen gefunden / Copyright: Agência Brasil

Die Präsidentin des brasilianischen Mineralölkonzerns Petrobras, Graça Foster, erklärte gestern (07.05.), dass sich das halbstaatliche Unternehmen in den kommenden sieben Jahren beachtlich vergrößern werde. Foster sprach gar von einer Verdopplung des Konzernvolumens. Diese Informationen gab die Präsidentin bei einer Technologiekonferenz (Offshore Technology Conference, kurz: OTC) in den USA bekannt.

Die Erweiterung des Konzerns geht Hand in Hand mit neu entdeckten Öl- und Gasvorkommen vor der Küste des Bundesstaates Santa Catarina. Würden heute noch täglich 2,2 Millionen Barril Gas und Öl gefördert, werden es im Jahr 2020 bereits 5,7 Millionen Barril pro Tag sein, informierte Foster. In den letzten 14 Monaten seien allein 15 neue Rohstoffquellen im Rahmen des Pré-Sal entdeckt worden. Bei der Pré-Sal-Gewinnung handelt es sich um eine Rohstoffförderung unterhalb der Erdkruste im Meer.

Insgesamt wurden innerhalb des letzten Jahres 53 neue Gas- und Ölquellen auf brasilianischem Boden gefunden. Der Erfolg sei nicht zuletzt auf die enormen Investitionen des Konzerns zurückzuführen, betonte Foster. In den vergangenen zwölf Jahren hatte der Konzern sein Investitionsvolumen um rund 18,3 Prozent gesteigert. Im Jahr 2012 wurden somit 1,1 Milliarden US-Dollar (rund 838 Millionen Euro) investiert.

Die Investitionen seien unter anderem getätigt worden, weil die inländische Nachfrage nach Brennstoffen in den letzten Jahren deutlich über dem weltweiten Durchschnitt lag, betonte Foster. Der Bedarf an Benzin sei in Brasilien seit 2000 um73 Prozent gestiegen, während der Rest der Welt lediglich 17 Prozent mehr nachfragte. (sg)