In der Bucht von Bacia de Santos gibt es bereits einige Förder-Plattformen / Copyright: Agência Brasil
In der Bucht von Bacia de Santos gibt es bereits einige Förder-Plattformen / Copyright: Agência Brasil

In der Bucht von Bacia de Santos gibt es bereits einige Förder-Plattformen / Copyright: Agência Brasil

Das halbstaatliche brasilianische Mineralölunternehmen Petrobras gab gestern (13.11.) bekannt, dass in der Region von Bacia de Santos im Jahr 2015 eine weitere Pré-Sal-Plattform entstehen soll. In Bacia de Santos gibt es ein großes Vorkommen von petrochemischen Rohstoffen, die seit einigen Jahren dort gewonnen werden. In der Meeresbucht im Südosten Brasiliens gibt es bereits ein hoch entwickeltes Cluster, bestehend aus Förder-Plattformen, Verarbeitungs- und Zuliefererfirmen.

Die Plattform wird nach Informationen der brasilianischen Regierung insgesamt 16 Bohrstationen beinhalten. Bei der Plattform handelt es sich um eine sogenannte FPSO-Plattform, das heißt um eine schwimmende Konstruktion, die Gas und Öl sowohl fördern als auch lagern kann. Erste Bohrungen sind für Dezember des Jahres 2015 geplant.

Der Vertrag zur Konstruktion der Plattform wurde gestern von Stellvertretern von Petrogal Brasil (ein auf Ölbohrungen spezialisiertes Unternehmen), der BG Group (einem britischen Energieunternehmen) und Petrobras unterzeichnet. Dabei hält Petrobras einen Anteil von 65 Prozent, Petrogal Brasil 25 Prozent und die BG Group lediglich 10 Prozent. Petrobras informierte außerdem darüber, dass die BG Group und Petrogal Brasil Verträge für die Dauer von 20 Jahren unterschrieben hätten. Damit seien sie für die Konstruktion und für die Förderung verantwortlich.

Die FPSO-Plattform wird 300 Kilometer von der brasilianischen Küste entfernt gebaut werden. Die Bohranlagen müssen dabei eine Wassertiefe von rund 2.200 Metern überbrücken. Geplant ist die Förderung von ca. 150.000 Barrel Öl und acht Millionen Kubikmetern Gas pro Tag. (sg)