Seit einigen Tagen laufen Vertragsverhandlungen über zwei neue Plattformen / Copyright: Agência Brasil
Seit einigen Tagen laufen Vertragsverhandlungen über zwei neue Plattformen / Copyright: Agência Brasil

Diskussionen bei Vertragsverhandlungen über zwei neue Plattformen / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Mineralölunternehmen Petrobras startet in diesen Tagen Verhandlungen über Verträge für zwei weitere Öl-Plattformen vor der brasilianischen Küste im Meeresbecken von Santos. Der halbstaatliche Konzern will die Entwicklung der Förderung in dieser Region vorantreiben und die beiden Plattformen Lula Alto und Lula Central unterstützen. Die beiden Plattformen werden Anfang des Jahres 2016 in Betrieb genommen. Bei den diskutierten Plattformen handelt es sich um den Typ FPSO, diese fördern Erdöl und Erdgas. Die Plattformen können täglich bis zu 150.000 Barril Erdöl und sechs Millionen Kubikmeter Erdgas fördern.

Die Vertragsverhandlungen finden zwischen PetrobrasBG E&P Brasil und Petrogal Brasil in Zusammenarbeit mit dem Konsortium Queiroz Galvão Öl und Gas und SBM Offshore statt. Würde das Projekt umgesetzt, könnte die neuen Plattformen eine Verbindung zwischen insgesamt 18 Ölquellen herstellen, informierten Experten von Petrobras. Die beiden Ölplattformen sollen Ende des Jahres 2015, spätestens im Januar 2016 mit ihrer Förderung starten

Petrobras gab gestern (19.03.) Zahlen zu den geschätzten Mineralstoffförderungen bekannt. Demnach sollen vor den Küsten Brasiliens im Jahr 2017 über eine Million Barril pro Tag gefördert werden. Die Präsidentin von Petrobras Graça Foster erklärte, dass die brasilianischen Unternehmen lediglich sieben Jahre gebraucht hätten, um dies zu erreichen. In der Nordsee und im Golf von Mexiko hätte es deutlich länger gedauert, betonte Foster stolz.

Langfristig plant Petrobras eine Förderung von 2,3 Millionen Barril pro Tag bis zum Jahr 2020. (sg)