Die Universidade de São Paulo wird demnächst einen Master der Pädagogik in Angola aufbauen helfen. / Copyright: WikiCommons, Autor: Jrn1313
Die Universidade de São Paulo wird demnächst einen Master der Pädagogik in Angola aufbauen helfen. / Copyright: WikiCommons, Autor: Jrn1313

Die Universidade de São Paulo wird demnächst einen Master der Pädagogik in Angola aufbauen helfen. / Copyright: WikiCommons, Autor: Jrn1313

Brasilien geht 45 Partnerschaften mit afrikanischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein. Dazu genehmigte das Bildungsministerium ein bisher einmaliges Projekt mit einem Volumen von sechs Millionen Reais (circa 2,2 Millionen Euro). Der Fond sieht die Finanzierung von Projekten brasilianischer Universitäten zum Ausbau von Bildungseinrichtungen und Ausbau von Studiengängen im portugiesischsprachigen Afrika vor.

Insgesamt 20 brasilianische Universitäten, darunter auch renommierte Universitäten aus São Paulo (USP) und Minas Gerais (UFMG), werden vor allem Lehrkräfte und Wissenschaftler entsenden, um Studiengänge oder Institute aufzubauen. Die USP beispielsweise wird sich am Aufbau eines Masters für Pädagogik in Angola beteiligen; die Bundesuniversität im Bundesstaat Rio Grande do Sul (UFRGS) mit dem Studiengang Agrarwissenschaften auf Kap Verde. Die UFMG plant die Implementierung eines Kurses der Ingenieurwesen in Mosambik. Dort baut seit kurzem der brasilianische Minenkonzern Vale Kohle ab und versucht, verstärkt in dem Land zu investieren.

Es sei das erste Mal, dass das Ministerium Projekte dieser Art fördere und so explizit verfolge, erklärte der Direktor der UFMG, Clélio Campolina, und Präsident der Vereinigung der portugiesischsprachigen Universitäten. Beide Seiten hätten etwas davon. Die afrikanischen Hochschulen würden ihr Angebot verbessern – und Brasilien baue seine Forschungsmöglichkeiten aus und vertiefe gleichzeitig seine Verbindungen zu Ländern, wo es auch Handelsinteressen habe, so Campolina weiter.

Die Finanzierung führt die staatliche Förderagentur zur Hochschulbildung Capes, dem Pendant zum deutschen DAAD, durch. Die Capes vergibt hauptsächlich Stipendien. Das Fördervolumen von sechs Millionen Reais macht dabei gerade mal zehn Prozent der sonstigen Aufwendungen aus. (ms)



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