Der Vorsitzende des Bundesverband für Datenverarbeitung SERPRO, Marcos Mazoni, spricht über den kostenlosen E-Maildienst der Post / Copyright: Agência Brasil
Der Vorsitzende des Bundesverbandes für Datenverarbeitung SERPRO, Marcos Mazoni, spricht über den kostenlosen E-Maildienst der Post / Copyright: Agência Brasil

Der Vorsitzende des Bundesverbandes für Datenverarbeitung SERPRO, Marcos Mazoni, spricht über den kostenlosen E-Maildienst der Post / Copyright: Agência Brasil

Im Rahmen der Spionagevorwürfe gegen die USA arbeitet auch Brasilien daran, die Persönlichkeitsrechte seiner Bürger besser zu schützen und private Daten im Internet möglichst zu verschlüsseln. Gestern (24.09.) gab die brasilianische Regierung bekannt, dass der Bevölkerung bis Ende des Jahres ein kostenloser, verschlüsselter E-Mail-Dienst zugängig gemacht werden soll. Die Dienstleistung wird von der brasilianischen Post (Correios) angeboten und derzeit durch den Bundesverband für Datenverarbeitung SERPRO (Serviço Federal de Processamento de Dados) entwickelt.

Der Vorsitzende des SERPRO, Marcos Mazoni, argumentierte, dass das vom Verband entwickelte System sicherer sei als andere verschlüsselte E-Mail-Dienste, da es die eigene Infrastruktur und freie Software verwende. Gestern hatte Mazoni mit dem Kommunikationsminister Paulo Bernardo über die Angelegenheit gesprochen. Laut des Vorsitzenden übernehme der SERPRO die technische Arbeit gemeinsam mit der Post. Es würde nur noch fehlen, dass der Kommunikationsminister eine sichere Infrastruktur für E-Mail-Systeme freigebe, die in der Lage ist, der brasilianischen Bevölkerung gerecht zu werden.

Laut Angaben Mazonis ist das E-Mail-Programm frei und wird durch die Regierung finanziert. Das System basiert auf einem bereits existierendes Programm (Expresso Livre), das Firmenkunden des SERPRO bereits zur Verfügung steht. (ds)