Die Chancen für einen Produktionsstandort des Automobilherstellers BMW in Basilien stehen gut / Copyright: Wikimedia Commons/Noebse

Die Chancen für einen Produktionsstandort des Automobilherstellers BMW in Basilien stehen gut / Copyright: Wikimedia Commons/Noebse

Der deutsche Automobilhersteller BMW könnte bald eine Produktionsstätte in Brasilien, den ersten Produktionsstandort in Südamerika, eröffnen. Darauf wies gestern (09.01.) der Marketing-Chef der Firma, Ian Robertson, auf der internationalen Automesse Detroit Car Show hin. Immer wahrscheinlicher werde dieses Projekt angesichts der momentanen Entwicklungen auf dem südamerikanischen Markt, nach denen für importierte Autos zunehmend höhere Steuern anfallen. So soll die interne Produktion mehr angeregt werden. In diesem Sinne erhöhte Brasilien auch die Schutzzoll-Auflagen und legte strengere Kriterien für die Funktionsweise der Produktionsstätten fest, um Steuervorteile zu haben.

Robertson wies darauf hin, dass sich BMW in der letzten Etappe seiner Entscheidung befindet, in welchem südamerikanischen Land die Produktionsstätte eröffnet werden solle. Brasilien habe jedoch, so versicherte er, sehr gute Chancen und sei wahrscheinlich die beste Lösung. Dafür sei vor allem der starke wirtschaftliche Aufschwung verantwortlich, welcher das Land ins Visier vieler Autohersteller rücke.

Allein im letzten Jahr verkaufte BMW 15.000 Fahrzeuge in Brasilien, die doppelte Menge im Vergleich zum Jahr 2009. Robertson versicherte, dass alle Produktionsstätten von BMW bei maximaler Auslastung laufen würden und die Nachfrage dementsprechend groß genug sei, um die Produktion um zusätzliche Standorte zu erweitern.

Auf der Automesse sprach sich BMW generell für die Tendenz aus, zunehmend in Schwellenländer zu investieren. Neben Brasilien wurden Argentinien, die Türkei, Indien und Russland als mögliche weitere Produktionsstandorte erwähnt. (jv)