Die brasilianischen Böden sollen nachhaltiger genutzt werden / Copyright: Agência Brasil
Viele Landwirtschaftskooperativen zeigen Interesse an nachhaltigem Düngemittel / Copyright: Agência Brasil

Viele Landwirtschaftskooperativen zeigen Interesse an nachhaltigem Düngemittel / Copyright: Agência Brasil

Der Zugang zu in Brasilien produziertem organischem Düngemittel soll brasilianischen Landwirtschaftskooperativen helfen, in ihrer Produktion unabhängig von ausländischen Zulieferungen zu werden. Dies beschließt die Partnerschaft zwischen dem Unternehmen für land- und viehwirtschaftliche Studien (Empresa de Pesquisa Agropecuária, kurz: Embrapa) und dem Beratungsunternehmen Calderon Consulting aus dem Bundesstaat Bahia. Embrapa ist eine Vereinigung mit Sitz in Rio de Janeiro, deren langfristiges Ziel es ist, die gesamte brasilianische Landwirtschaft vom Verbrauch herkömmlicher, chemisch hergestellter Düngemittel hin zu organischen Stoffen zu bewegen.

Man könne nicht nur die Produktivität der Landwirte steigern, sondern durch die natürlichen Düngemittel gleichzeitig die Umwelt schützen, erklärten Mitarbeiter der Embrapa gestern (11.04.). Außerdem schätzen sie, dass die Abhängigkeit von Importen um 70 bis 90 Prozent reduziert werden könne.

Im Zuge der Partnerschaft wird das Beratungsunternehmen für die Entstehung der Fabriken zuständig sein, in denen der natürliche Dung produziert wird. Embrapa hingegen wird für die Bereitsstellung der dort angewandten Technologie verantwortlich sein. Der Direktor von Calderon Consulting, João Calderon, erklärte, dass es einige Jahre dauern werde, bis das natürliche Substitut tatsächlich 20 bis 30 Prozent des chemischen Düngemittels ersetzen kann – es sei mit der Partnerschaft jedoch ein wichtiger erster Schritt getan worden.

Bis zu 60.000 Tonnen könnten jedes Jahr pro Fabrik produziert werden. Zwischen 1,5 Millionen Reais (rund 580.000 Euro) und 22 Millionen Reais (rund 8,5 Millionen Euro) müssten zur Erstellung einer Anlage investiert werden.

Zahlreiche Landwirtschaftskooperativen meldeten bereits Interesse an dem alternativen Düngemittel. (sg)