Seneri Paludo, Sekretär für Landwirtschaftspolitik des Landwirtschaftsministeriums, über die Exportchancen für Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Seneri Paludo, Sekretär für Landwirtschaftspolitik des Landwirtschaftsministeriums, über die Exportchancen für Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Seneri Paludo, Sekretär für Landwirtschaftspolitik des Landwirtschaftsministeriums, über die Exportchancen für Brasilien. / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung hat bekanntgegeben, dass Russland 87 brasilianische Exporteuren für Lieferungen in das europäische Land autorisiert hat. Darunter befinden sich Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel und Milchprodukte. Mit inbegriffen ist der Export nach Weißrussland und nach Kasachstan.

Zuvor hatte Russland ein Embargo für die Einfuhr von Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Käse, Milch, Gemüse und Obst aus den USA, der EU, aus Australien, Kanada und Norwegen verhängt. Die USA und die EU hatten auf die russische Beteiligung am Krieg der Ukraine reagiert und Wirtschaftssanktionen gegen Russland verkündet. Die Reaktion Russlands darauf war der Boykott von Waren aus diesen Ländern.

Infolgedessen kommentierte der brasilianische Sekretär für Landwirtschaftspolitik des Ministeriums Seneri Paludo, dass sich durch das Embargo für Brasilien eine große Chance ergeben würde. Vor allem bei den Produkten Fleisch, Mais und Soja. Allerdings seien die Forderungen Russlands bezüglich ihrer Pflanzenschutzregelungen sehr streng. Brasilianische Vertreter reisten deshalb nach Russland, um über die Anforderungen des Landes zu sprechen und die Freigabe der Exporte zu erhalten.

Bereits bei der 82. Generalversammlung der Weltorganisation für Tiergesundheit im Mai in Frankreich wurde eine Liste mit möglichen Exporteuren an Russland übergeben. Des Weiteren hatte die Präsidentin Dilma Rousseff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Juli dieses Jahres bilaterale Abkommen in verschiedenen Bereichen unterzeichnet, die auf den stärkeren Handelsaustausch abzielen mit einem angestrebten jährlichen Betrag von zehn Milliarden US-Dollar. (ds)