Die Buchmesse in Rio findet bei den Brasilianern großen Anklang / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Ministerium für Bildung (Ministério da Educação, kurz: MEC) hat ein Programm lanciert, das benachteiligten Kindern die gleichen Möglichkeiten zu einer guten Ausbildung bieten und damit die Bildungsgerechtigkeit fördern will. Das Programm zur Akademischen Entwicklung (Desenvolvimento Acadêmico Abdias Nascimento) wurde gestern (21.11.) vorgestellt. 

Die Buchmesse in Rio findet bei den Brasilianern großen Anklang / Copyright: Agência Brasil

Die Buchmesse in Rio findet bei den Brasilianern großen Anklang / Copyright: Agência Brasil

Unterstützt werden sollen im Rahmen des Programms vor allem indigene Kinder und körperlich oder geistig behinderte Kinder. Außerdem soll auch benachteiligten dunkelhäutigen Kindern geholfen werden – Studien bestätigen, dass der Bildungsstand je nach Hautfarbe immer noch stark variiert und dass dunkelhäutigen Kindern oft aufgrund der wirtschaftlich schlechten Situation der Eltern keine adäquate Ausbildung geboten werden kann.

Innerhalb des Programms soll es ausgewählten Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden Stipendien für Fachschulen und Universitäten oder Aufenthalte im Ausland zu erhalten. Auch die Beteiligung an Forschungsprojekten und Postgraduierten will das Programm des MEC ermöglichen. Darüber hinaus verfolgen die Initiatoren des Projekts die gesellschaftliche Sensibilisierung für Indigene und deren Sprache und Kultur – das Programm zeige die Wertschätzung dieser Bevölkerungsgruppe und will damit eine Vorbildfunktion einnehmen, erklärten Mitarbeiter des MEC. Durch das Programm soll die Gleichheit zwischen den einzelnen Gruppen Brasiliens gefördert werden.

Finanziert wird das Programm durch staatliche Universitäten und das Projekt Bildung ohne Grenzen (Programa Ciência sem Fronteiras). Die Teilnehmer wählt das Staatsreferat für Alphabetisierung, Vielfalt und Inklusion (Secretaria de Alfabetização Continuada, Diversidade e Inclusão, kurz Secadi) aus. (sg)