In der Bauindustrie sieht Manoel Dias die größten Chancen für neue Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas
In der Bauindustrie sieht Manoel Dias die größten Chancen für neue Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Mit dem Programm soll vor allem auch die Schwarzarbeit bekämpft werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Angelehnt an das Basis-Gesundheitsprogramm (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) soll in Brasilien in naher Zukunft auch ein Basis-Arbeitsprogramm (Sistema Único de Emprego e Trabalho Decente) entstehen, dass sich um die Schaffung von rechtlich und sozialrechtlich angemeldeten Arbeitsplätzen kümmern soll. Mitarbeiter des Ministeriums für Arbeit (Ministério do Trabalho e Emprego, kurz: MTE) wollen in den kommenden Monaten bis Juni 2014 in Zusammenarbeit mit Experten und staatlichen Beratern einen ersten Entwurf für das Programm erarbeiten.

Die Verantwortlichen des Programms wollen in den nächsten Wochen Vorschläge aus allen Regionen des Landes anhören, um diese eventuell in das Programm einzubauen. Dazu reisen sie ab dieser Woche durch die einzelnen Bundesstaaten.

Der Minister für Arbeit Manoel Dias gab im Oktober bekannt, dass ein solches Projekt, das vor allem dem  wirtschaftlich schwächeren Teil der brasilianischen Gesellschaft zu Gute kommen soll, etabliert werden soll. Im Rahmen des Projekts will man in Gemeinden und Bundesstaaten ein gemeinsames Netz schaffen, um zukünftig einen flexibleren und besser organisierten Arbeitsmarkt zu schaffen.

Staatssekretär Luiz Claudio Romanelli begrüßte das Vorhaben. Damit werde endlich ein flächendeckendes Programm ausgearbeitet, das Widersprüche und Probleme vermeiden wird. Der Politiker geht davon aus, dass man in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Verbänden und  Gemeinden ein funktionierendes Netzwerk etablieren kann. (sg)