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Eleonora Menicucci, leitende Ministerin des Sekretariats für Frauenrecht, setzt sich schon lange für die Frauenrechte ein/ Copyright: Agência Brasil

Eleonora Menicucci, leitende Ministerin des Sekretariats für Frauenrecht, setzt sich schon lange für die Frauenrechte ein/ Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung startete gestern (13.03.) das Programm „Leben ohne Gewalt“ (Viver sem Violência). Im Rahmen des Programms sollen in den Hauptstädten aller Bundesstaaten Einrichtungen für brasilianische Frauen (Casa da Mulher Brasileira) entstehen, in denen ihnen Zuflucht vor häuslicher Gewalt gewährt werden soll. Außerdem will die Regierung die Häuser als Anlaufstelle nutzen und die Frauen in puncto Sicherheit, Justiz und Gesundheit unterstützen. Die Idee zu den Frauenhäusern hat Brasilien von einem ähnlichen erfolgreichen Modell in El Salvador.

Die Ministerin Eleonora Menicucci erklärte, dass man einen Raum für die brasilianischen Frauen schaffen wolle, in denen ihnen in allen Belangen geholfen werde, ohne von einem Amt zum nächsten rennen zu müssen.

Insgesamt sollen bis 2014 ca. 256 Millionen Reais (rund 103 Millionen Euro) investiert werden. Dabei sollen 115,7 Millionen Reais (rund 45,3 Millionen Euro) in die Konstruktion der Häuser gesteckt werden. Die durchschnittlichen Kosten für eines der insgesamt 27  Häusern sollen 4,3 Millionen Reais (rund 1,7 Millionen Euro) betragen. Auch an den Grenzen zu Bolivien, Venezuela, Paraguay und Uruguay sollen Zentren entstehen, dessen Mitarbeiter sich auch um das Wohlergehen von weiblichen Einwanderern kümmern sollen. In diesen Einrichtungen soll vor allen Dingen Menschenhandel und Zwangsprostitution bekämpft werden.

Die Präsidentin sprach sich in ihrer Rede zum Weltfrauentag in der vergangenen Woche für die Gleichberechtigung und den Kampf gegen Gewalt an Frauen aus. Im letzten Jahr wurden laut statistischen Erhebungen zehn Frauen pro Stunde Opfer von Misshandlungen. (sg)