Die Kernkraftwerke in Brasilien wollen nach der Katastrophe von Fukushima vorsorgen / Copyright: Agência Brasil
Bioplanet ist eines von 96 Umwelt- und Sozialprojekten die im Rahmen der WM von der Regierung unterstützt werden / Copyright: Agência Brasil

Bioplanet ist eines von 96 Umwelt- und Sozialprojekten die im Rahmen der WM von der Regierung unterstützt werden / Copyright: Agência Brasil

Bis zur Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2014 will das brasilianische Projekt Bioplanet 25 Millionen Liter Küchenöl in Biodiesel umwandeln. Das Projekt Bioplanet startet heute und ist eines von 96 privaten Projekten, die im Rahmen der FIFA-Weltmeisterschaft von Brasiliens Regierung unterstützt werden.

Aus je einem Liter Küchenöl wollen die Projektteilnehmer einen Liter Biodiesel herstellen. Dem Projekt bleiben noch 15 Monate, um die als Ziel gesetzte große Menge zu erreichen. Der gefertigte Biodiesel soll später mit normalem Diesel gemischt an Tankstellen angeboten werden. So sollen insgesamt rund 125 Millionen Liter des sogenannten B20-Treibstoff (Diesel mit 20 Prozent Biodiesel) verkauft werden.

Der Koordinator des Projekts, Vinícius Puhl, erklärte, dass schon bald mit der Kommerzialisierung des Produkts begonnen werden kann. In mehr als vierzig Städten, darunter zwölf Austragungsorte von Weltmeisterschaftsspielen, wird der Biodiesel hergestellt und im ganzen Land verkauft. Außerhalb des Vertriebs an Tankstellen sollen auch die Busse, die die 32 Nationalmannschaften transportieren mit diesem Treibstoff ausgestattet werden.

Die Leiter von Bioplanet hoffen beim Einsammeln des Küchenöls auf die Unterstützung von drei Millionen Schülern aus ganz Brasilien. Außerdem fordert das Projekt Müllsammler auf, das Öl zu sammeln. Einen Liter Küchenöl werde man ihnen mit einem Real (rund 0,38 Euro) bezahlen, bestätigte Puhl.

Fernando Matos, Regierungsmitarbeiter und Direktor der Abteilung für Soziale Dialoge (Diálogos Sociais) erklärte, dass es bei dem Projekt in erster Linie um das Recyceln von Müll gehe. Darüber hinaus trage Bioplanet jedoch auch zu einem besseren Umgang mit der Umwelt bei. (sg)