Auch in São Paulo gingen wieder Menschen auf die Straße, um für eine gerechtere Gesellschaft zu demonstrieren / Copyright: Agência Brasil
Auch in São Paulo gingen wieder Menschen auf die Straße, um für eine gerechtere Gesellschaft zu demonstrieren / Copyright: Agência Brasil

Auch in São Paulo gingen wieder Menschen auf die Straße, um für eine gerechtere Gesellschaft zu demonstrieren / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien breiten sich die Proteste gegen Fahrtkostenerhöhungen und hohe Staatsausgaben für die Fußball-WM immer weiter aus und erreichen außer den Städten Rio de Janeiro, São Paulo und der Hauptstadt Brasília nun auch weitere Städte wie Salvador, Porto Alegre, Campinas und Belém. Nicht immer bleibt es bei friedlichen Protestmärschen. In Salvador kam es beispielsweise zu Vandalismus und die Polizei setzte Tränengas bei den Demonstranten ein. Auch steigt die Zahl der Verletzten an den entsprechenden Orten.

Einige Städte reagierten bereits auf die Demonstrationen und nahmen die Erhöhung der Fahrtkosten für den Nahverkehr wieder zurück. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff wird sich heute mit dem Justizminister José Eduardo Cardozo im Sitz der Präsidentin, dem sogenannten Palast der Hochebene, treffen, um über die derzeitige Situation auf Brasiliens Straßen zu sprechen. Rousseff hatte aufgrund der Proteste sogar ihre bevorstehende Japanreise verschoben. Laut Angaben des Sprechers der Präsidentin wolle Rousseff in dieser derzeit prekären Situation nicht eine Woche lang abwesend sein.

Die Proteste werden im Palast der Hochebene vom Generalsekretär der Präsidentin, Diogo de Sant’ana, begleitet, der als Sprecher zwischen Bevölkerung und Regierung fungiert. Gestern erhielt Sant’ana ein Dokument mit Forderungen, die an die Präsidentin gerichtet waren. Darin wird auch nach einer Versammlung mit der Präsidentin und verschiedenen Gruppen, die die Proteste in Brasilien organisieren, verlangt. (ds)