Die Ministerin des Sekretariats für Förderung der Rassengleichheit, Luiza Bairros, über die Möglichkeit eines Quotengesetzes im öffentlichen Dienst / Copyright. Agência Brasil

Die Ministerin des Sekretariats für Förderung der Rassengleichheit, Luiza Bairros, über die Möglichkeit eines Quotengesetzes im öffentlichen Dienst / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Ministerin des Sekretariats für die Förderung von Rassengleichheit SEPPIR (Secretaria de Políticas de Promoção da Igualdade Racial) teilte gestern (21.11.) mit, dass die Regierung den Vorschlag diskutieren würde, auch bei öffentlichen Dienstleistungen ein Quotengesetz für die schwarze Bevölkerung einzuführen. Die Diskussionen befänden sich allerdings noch in einer frühen Anfangsphase. Man rechne damit, dass es bis Ende des Jahres möglich sei, der Präsidentin Dilma Rousseff einen Gesetzesvorschlag zu präsentieren.

„Die Diskussionen sind in der Regierung bereits im Gang. Wir holen gerade Meinungen verschiedener Institutionen ein sowie die des Planungsministeriums und der Generalstaatsanwaltschaft der Union, um damit der Präsidentin einen gemeinschaftlichen Vorschlag unterbreiten zu können“, so Bairros.

Die Ministerin sei positiv eingestimmt, dass sich ein Quotengesetz auch im öffentlichen Dienst durchsetzen könne, denn Rousseff ist beispielsweise von den Fortschritten beim Quotengesetz an Universitäten überzeugt. Dass 50 Prozent der Plätze an öffentlichen Universitäten an Schüler, die die gesamte mittlere Schulbildung an öffentlichen Schulen in Brasilien verbracht haben, vergeben werden müssen, sei eine Maßnahme, die dazu beitragen würden, die Ungleichheiten im Land zu verringern und damit auch die Diskriminierung. „Der Vorschlag für den öffentliche Dienst wurde zwar noch nicht besprochen, die Präsidentin Dilma Rousseff sei aber davon überzeugt, wie wichtig solche Maßnahmen sind, insbesondere die Quotengesetze als Instrument zur Überwindung der Rassenungleichheit in Brasilien“, erklärte Bairro. (ds)