Der Bildungsminister Aloizio Mercadante nahm an der Eröffnungsverantaltung „Qualität der mittleren Bildung teil“ / Copyright: Agência Brasil

Der Bildungsminister Aloizio Mercadante nahm an der Eröffnungsverantaltung „Qualität der mittleren Bildung teil“ / Copyright: Agência Brasil

Gestern (10.10.) nahm der brasilianische Bildungsminister Aloizio Mercadante am Seminar „Qualität für mittlere Bildung“ (Qualidade do Ensino Médio) teil, das vom Nationalen Verband der Bundesinstitutionen höherer Bildung ANDIFES gesponsert wurde.

Dabei teilte der Minister mit, dass das neue Quotengesetz (Lei das Cotas) zur Verbesserung der Bildung in öffentlichen Schulen beitragen werde. Ende August dieses Jahres wurde das Gesetz von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedet und sieht vor, dass 50 Prozent der Studienplätze an Universitäten an Schüler, die die gesamte mittlere Schulbildung an öffentlichen Schulen in Brasilien verbracht haben, gehen müssen.

Mit den größeren Chancen auf einen Studienplatz würden sich Schüler stärker engagieren, um diese Plätze auch zu bekommen, so Mercadante. Damit würde gleichzeitig die Qualität der Bildung steigen. Allerdings müssten die Universitäten dafür garantieren, diese Studenten auch vollständig zu begleiten.

Mercadante verteidigte außerdem das Einbeziehen der Bundesuniversitäten in die Verbesserung der Qualität des Bildungssystems. Für ihn sei eine gute Hochschulausbildung der Lehrer Garantie des späteren qualitativ hochwertigen Unterrichts. „Die Universitäten müssen sich nun stärker dafür einsetzen, Lehrer für öffentliche Schulen auszubilden.“

Der Minister erinnerte daran, dass Lehrer der öffentlichen Schulen ab 2013 Tablets bekämen, die die gesamten Lehrpläne enthielten. Außerdem würden Schulen mit WLAN ausgestattet werden. Des Weiteren gäbe es neue Investitionen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrern, Schulleitern und Mitarbeitern.

Trotz vieler Schwächen kann bereits eine Verbesserung im Index für die Entwicklung der Grundbildung (IDEB) im Zeitraum 2005 bis 2011 festgestellt werden. In der mittleren Bildung stieg der Index von 3,4 auf 3,7. Für die Grundschulen ist der Index noch stärker angestiegen, von 3,8 auf 5,0. Die Daten stammen vom Forschungsinstitut für Bildung INEP. Für Luiz Cláudio Costa, Leiter des INEP, würden diese Jugendlichen in Zukunft dazu beitragen, die Qualität des Systems zu steigern. (ds)