Rückgang bei der Rodung, aber Zunahme von CO2-Ausstoß im Industriesektor. / Copyright: WikiCommons: Stefan Kühn
Rückgang bei der Rodung, aber Zunahme von CO2-Ausstoß im Industriesektor. / Copyright: WikiCommons: Stefan Kühn

Rückgang bei der Rodung, aber Zunahme von CO2-Ausstoß im Energiesektor. / Copyright: WikiCommons: Stefan Kühn

Zwischen den Jahren 2005 und 2010 sei der Ausstoß von Treibhausgasen in Brasilien um 39 Prozent gesunken. Dies geht aus einem neuen Bericht des brasilianischen Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Forschung hervor, der am gestrigen Mittwoch (05.06.) veröffentlicht wurde. Der neuen Erhebung zufolge sind im Jahr 2010 insgesamt 1,25 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgegeben worden, während es im Jahr 2005 noch 2,03 Milliarden Tonnen CO2 waren. Damit sind zu 65 Prozent die Zielvorgaben erfüllt, die sich Brasilien 2005 bis zum Jahr 2020 gesetzt hatte.

Der Rückgang jedoch ist trügerisch. Die 39 Prozent weniger Treibhausgase resultieren laut dem Bericht einzig aus einem Weniger an Regenwaldabholzung. Historisch war die Rodung der wesentliche Faktor für Brasiliens Ausstoß. Die betreffende Rubrik „Nutzung von Böden und Wäldern“ verzeichnete nun aber im Fünfjahresvergleich ein Minus von 76 Prozent. Die anderen Bereiche hingegen legten an Treibhausgasen zu: der Energiesektor um 21,4 Prozent, die Industrie um 5,3 Prozent, die Landwirtschaft um 5,2 Prozent und die Abfallwirtschaft um 16,4 Prozent. Insbesondere im Bereich der Energiewirtschaft wird auch für die Zukunft mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Der für die neue Studie verantwortliche Leiter und Wissenschaftler, Carlos Nobre, vom Wissenschaftsministerium wies in dem Zusammenhang darauf, dass darum zwar einiges gewonnen sei, dennoch aber in der Zukunft nicht weniger zu tun sei. (ms)