Piraterieprodukte, wie CDs, werden in Brasilien fast überall vertrieben / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Gabriela81286
Piraterieprodukte, wie CDs, werden in Brasilien fast überall vertrieben / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Gabriela81286

Piraterieprodukte, wie CDs, werden in Brasilien fast überall vertrieben / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Gabriela81286

In diesen Tagen findet in Rio de Janeiro die 5. Internationale Konferenz zum Kampf gegen Piraterie und zum Schutz des geistigen Eigentums statt (5ª Conferência Internacional de Combate à Pirataria e Proteção da Propriedade Intelectual). Dabei werden unter anderem Studien veröffentlicht, die sich mit der Wirksamkeit bereits getroffener Maßnahmen auseinander setzen.

Maria Angélica Molina, Referentin des brasilianischen nationalen Rates zum Kampf gegen Piraterie und Straftaten gegen das geistige Eigentum (Conselho Nacional de Combate à Pirataria e Delitos à Propriedade Intelectual, kurz: CNCP), sagte, der informelle Sektor schaffe eine Kultur der Respektlosigkeit, gefährde dabei die grundlegenden Bürgerrechte und bedrohe die soziale und wirtschaftliche Ordnung. Die Straftaten, die in diesem Zusammenhang begangen würden, müssten ebenso behandelt werden, wie Drogenhandel oder andere schwerwiegende Taten, so Maria Molina, ansonsten würde sich die Banalisierung dieser Taten weiter entwickeln. Die Referentin schlägt vor, dass den Kindern bereits in der Schule beigebracht werde müsse, dass die Nutzung dieser Produkte nicht rechtens sind.

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurde in São Paulo in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium 2009 das Programm „Freie Stadt ohne Piraterie“ (Programa Cidade Livre da Pirataria) des CNCP ins Leben gerufen. Dieses Programm sieht gemeinsame Aktionen der Bundespolizei, des Militärs und der Zivilbevölkerung vor. Mittlerweile beteiligen sich fünf weitere Städte (Rio de Janeiro, Curitiba, Belo Horizonte, Brasília und Osasco). (sg)