Die Spiele der brasilianischen Liga brachten den Vereinen 2012 Rekordeinnahmen in Milliardenhöhe. / Copyright: Public Domain
Die Spiele der brasilianischen Liga brachten den Vereinen 2012 Rekordeinnahmen in Milliardenhöhe. / Copyright: Public Domain

Die Spiele der brasilianischen Liga brachten den Vereinen 2012 Rekordeinnahmen in Milliardenhöhe. / Copyright: Public Domain

Das stete Wirtschaftswachstum Brasiliens spiegelt sich in den Einnahmen und im Budget der großen Fußballmanschaften des Landes wider. In der Finanzkraft haben diese inzwischen das wirtschaftliche Niveau großer europäischer Clubs erreicht. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich am Beispiel des an Fans und Einnahmen größten Vereins der Stadt São Paulo, Corinthians, der vergangene Woche seine Zahlen für das Jahr 2012 bekannt gab. Nach eigenen Angaben fuhr der Club mit 324,7 Millionen Reais (circa 125 Millionen Euro) ein Rekordergebnis ein. Dies entspricht ungefähr den Zahlen, wie sie die Bundesligavereine Schalke oder Werder Bremen vorweisen.

Nicht zu unterschlagen ist jedoch, dass der brasilianische Verein 2012 in allen Wettkämpfen Meister wurde, unter anderem auch Weltmeister der Clubs in Japan. Dennoch stellte das Ergebnis im Fünfjahresvergleich einen Zuwachs von 416 Prozent dar. Im Vergleich zum Vorjahr waren die Einnahmen um 41 Prozent gestiegen.

Der Großteil der Einnahmen stammt aus den Rechten für Fernsehübertragungen. Rund 43 Prozent der Gewinne, also 153,8 Millionen Reais (rund 60 Millionen Euro) erzielte der Club durch die TV-Ausstrahlung seiner Spiele bei Rede Globo, dem größten TV- und Medienunternehmen des Landes. Diese Entwicklung bestätigt sich für alle Fußballclubs, gleichwohl Rede Globo mit jedem Verein eigene Verträge aushandelt.

Auch die anderen drei Einnahmequellen tragen derzeit zu den steigenden Gewinnen bei. Die Werbeeinnahmen von Corinthians erreichten 64,7 Millionen Reais (rund 25 Millionen Euro) und verdreifachten sich im Vergleich zu 2007 mit einem Ergebnis von damals rund 20 Millionen Reais (circa sieben Millionen Euro). Die Stadioneinnahmen trugen mit 35,1 Millionen Reais (rund 15 Millionen Euro) zum Rekordergebnis bei. Da trotz steigender Eintrittspreise fast jedes Spiel restlos ausverkauft ist, macht der Verein pro Anpfiff einen Umsatz von 1,5 bis zwei Millionen Reais (circa 600.000 bis 800.000 Euro). (ms)