Die brasilianische Präsidetin Dilma Rousseff und der Premierminister Frankreichs, François Fillon / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidetin Dilma Rousseff und der Premierminister Frankreichs, François Fillon / Copyright: Agência Brasil

Der französische Premierminister François Fillon teilte gestern (15.12.) nach seinem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff mit, dass Frankreich bereit sei, sich am europäischen Wachstum finanziell zu beteiligen, wie es im Abkommen in Brüssel am 09. Dezember unterzeichnet wurde.

Im Gespräch mit Rousseff waren unter anderem auch die internationale Wirtschaftskrise sowie die Schuldenfrage in der Eurozone Thema.

Rousseff bestätigte noch einmal, dass Brasilien, wenn nötig, Ressourcen zum Internationalen Währungsfonds (IWF) beitragen werde, allerdings würde das von den Reformen abhängen, die eine größere Beteiligung der Schwellenländer an den Entscheidungen des IWF garantiere.

Der französische Premierminister lobte die Fortschritte Brasiliens in den Bereichen Wirtschaft und Sozialleben und stimmte Rousseff zu, dass sich Brasilien stärker am internationalen Geschehen beteiligen solle. „Ein neuer Einfluss Brasiliens auf das internationale Szenarium ist legitim“, so Fillon.

Rousseff sprach außerdem über die Ergebnisse der Klimakonferenz in Durban (Südafrika), die vergangenen Sonntag (11.12.) abgeschlossen wurde. Die Bilanz sei positiv und sie erkenne die Bemühungen der Schwellenländer an, sich für die Reduzierung von Abgasausstoß einzusetzen. Allerdings sei es nötig, in diesem Bereich noch weiter voranzuschreiten.

Es gäbe noch viel zu tun. Bis 2015 hätten sie Zeit, sich auf ein solides Klimaabkommen zu einigen, das die allgemeinen Verantwortlichkeiten berücksichtigt. Was die Minderung der klimatischen Veränderungen beträfe, halte Rousseff alternative Energiequellen für wichtig. (ds)