Eine Arbeitsgruppe will die Logistik in und um Häfen verbessern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks
Die Im- und Exporte gingen in 2012 insgesamt leicht zurück / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Die Im- und Exporte gingen in 2012 insgesamt leicht zurück / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Claus Bunks

Das brasilianische Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior, kurzMdic) gab gestern (02.01.2012) bekannt, dass Brasilien das Jahr 2013 mit einem Handelsüberschuss von 19,44 Milliarden US-Dollar (rund 14,73 Milliarden Euro) abschließt. Dieses Ergebnis ist das schlechteste seit 2002, als Brasilien eine Handelsbilanz von lediglich 13,1 Milliarden US-Dollar (rund 9,9 Milliarden Euro) vorweisen konnte.

Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang von 34,7 Prozent der Handelsbilanz festzustellen. Nichtsdestotrotz ist die Handelsbilanz weiterhin positiv. Brasilien exportierte im letzten Jahr Waren im Wert von 242,58 Milliarden US-Dollar (rund 183,79 Milliarden Euro), während die Importe sich auf eine Summe von 223,142 Milliarden US-Dollar (rund 169 Milliarden Euro) belaufen.

Ein Rückgang der Exporte ist vor allem im Bereich der Halbfabrikate, wie beispielsweise Gusseisen und Cellulose, zu erkennen. Im Vergleich zum Jahr 2011 fielen die Exporte um 8,3 Prozent zurück. Auch Basisprodukte wie Soja oder Kaffeebohnen wurden zu rund sieben Prozent weniger exportiert. Gleichzeitig war bei den Importen ein Rückgang der importierten Schmiermittel und Treibstoffe um 2,4 Prozent zu verzeichnen. Auch der Import von Rohstoffen und Konsumgütern ging im Schnitt um zwei Prozent zurück.

Die wichtigsten Handelspartner von Brasilien sind auch im Jahr 2012 weiterhin China und die USA, gefolgt von Argentinien und den Niederlanden. Jedoch kauften die jeweiligen Länder weniger Produkte als noch im Vorjahr. China kaufte insgesamt rund sieben Prozent weniger als in 2011. (sg)