Der Hafen von Rio de Janeiro. Rund zwei Prozent der Handelssegmente sind von Extra-Zöllen betroffen. / Copyright: Agência Brasil
Der Hafen von Rio de Janeiro. Rund zwei Prozent der Handelssegmente sind von Extra-Zöllen betroffen. / Copyright: Agência Brasil

Der Hafen von Rio de Janeiro. Hier werden große Teile der Im- und Exporte verladen. / Copyright: Agência Brasil

Die Handelsbilanz Brasiliens weist für das Jahr 2013 den geringsten Handelsbilanzüberschuss seit dem Jahr 2001 auf. Das heißt, der Wert an exportierten brasilianischen Gütern liegt nur knapp über dem Wert der importierten Produkte. Gerade 2,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) beträgt der Überschuss für das vergangene Jahr.

Dieser resultiert aus dem Exportwert von 242,1 Milliarden US-Dollar (rund 176,4 Milliarden Euro) und dem Importwert von 239,6 Milliarden US-Dollar (rund 174,7 Milliarden Euro). Durchschnittlich wurde im Jahr 2013 täglich rund ein Prozent weniger an Gütern verkauft als im Jahr zuvor.

Größtenteils wurden rund 1,8 Prozent mehr Fertigprodukte exportiert als in 2012. Der Export von Halbfabrikaten und Rohstoffen ging jedoch insgesamt um 8,3 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent zurück. Auf der Importseite stieg die Einfuhr von Schmiermitteln und Treibstoff um 13,8 Prozent. Auch der Rohstoffimport stieg mit 5,8 Prozent signifikant an. Bei den Konsumgütern wurde ein Zuwachs von immerhin 3,4 Prozent verzeichnet.

Die Daten wurden gestern vom Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior) bekannt gegeben. Die Regierung hatte bereits im Vorfeld mit einem relativ geringen Handelsbilanzüberschuss gerechnet. Als Grund für das Ausbleiben eines höheren Überschuss gaben die Regierung und führende Wirtschaftsexperten den Rückgang der Exporte von Mineralöl an. Kurz- und langfristiges Ziel soll nun in den kommenden Jahren die Verbesserung des Handelsbilanzüberschusses sein. (sg)